Deutsche Polizisten sollen EU-Außengrenzen sichern

Die Bundespolizei soll zusätzliche Kräfte zur Sicherung der EU-Außengrenzen entsenden.
Die Bundespolizei soll zusätzliche Kräfte zur Sicherung der EU-Außengrenzen entsenden.

Deutsche Polizisten werden schon in Kürze ihren Kollegen in Slowenien bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs helfen. Auch in Griechenland sollen Bundesbeamte eingesetzt werden.

Das bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der "Mitteldeutschen Zeitung". Deutschland und zehn weitere Länder hatten sich bei einem Krisentreffen in Brüssel am Wochenende darauf verständigt, binnen einer Woche 400 zusätzliche Polizisten aus anderen EU-Staaten als Verstärkung nach Slowenien zu schicken. Die Zahl der deutschen Polizeibeamten für dieses Kontingent stand noch nicht fest.

Wie mehrere Zeitungen übereinstimmend berichten, hat die Bundesregierung außerdem angeboten, 50 Beamte nach Griechenland zu schicken, um dort die EU-Grenzschutzagentur Frontex zu verstärken.

Der Vizevorsitzende der ‎Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, warnte ‎vor einer Überlastung der Bundespolizei. "Die Bundespolizei ist an der ‎Grenze", sagte Radek. "Wir haben keinen Mann mehr über. Das Personal fehlt uns dann im ‎Inland."

Die rund 38.000 Beamten der Bundespolizei werden zur Grenzsicherung sowie an Bahnhöfen ‎und Flughäfen eingesetzt. Von ihnen sind gegenwärtig 2200 an der deutsch-österreichischen Grenze - viermal so viel wie sonst. 40 Beamte gehören zur Zeit zur europäischen ‎Grenzschutzagentur Frontex, weitere zehn Bundespolizisten sind jeweils nach Albanien und Serbien entsandt.‎

Fotos: dpa


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