Smart Home verbessert die Lebensqualität

Deutschland – Schon seit mehreren Jahrzehnten sind Smartphones bekannt. Zu den Vorreitern zählt der Computerriese IBM, der bereits im Jahr 1883 sein Modell Simon vorstellte. Bereits dieses Telefon konnte mit dem Touchscreen bedient werden und war in der Lage E-Mails zu senden und zu empfangen. 

Bis das iPhone jedoch einen wahren Hype rund um die intelligenten Geräte auslöste, vergingen noch einige Jahre. Das iPhone 2G kam nämlich 2008 auf den Markt. Smarte Technologie ist heute jedoch nicht nur in Mobiltelefonen weit verbreitet. 

Vielmehr wird sie vermehrt auch in Häusern eingesetzt. Völlig zurecht, denn wenn hohe Sicherheitsstandards eingehalten werden, verbessert intelligente Technik die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden signifikant.

     
© Gerd Altmann_pixabay.com

Smarte Technik fängt schon bei der Eingangstüre an

Schon beim Betreten mancher Häuser macht sich smarte Technik bemerkbar. Einige Türen werden heute nicht wie bisher mit einem Schlüssel, sondern mit einem Smart Lock geöffnet. 

Dabei gibt es unterschiedliche Varianten. Eine davon ist ein kleines Pad neben der Eingangstür, wo Bewohner ihren Finger auflegen. 

Vorher wurden die Fingerabdrücke der zum Zutritt Befugten in das System eingespielt und nur wenn der Fingerabdruck mit den gespeicherten Informationen übereinstimmt, öffnet sich die Türe. 

Selbst dieses Türpad ist jedoch mit anderen Funktionen innerhalb des Hauses vernetzt, hier einige Gestaltungsmöglichkeiten:

Da der Fingerscan genau erkennt welche Person gerade das Haus betritt ist es möglich die Atmosphäre im Innenraum individuell an die Bedürfnisse anzupassen. Wenn zum Beispiel ein Erwachsener nach einem langen Arbeitstag das Haus oder die Wohnung betritt, erstrahlt das Wohnzimmer von selbst in leicht gedämpftem Licht. 

Kommt der Nachwuchs nach Hause, kann das System zum Beispiel den Herd oder den Fernseher blockieren. Möglich ist zum Beispiel auch, dass ganz von selbst die Musikanlage angeht und jede Person beim Betreten der eigenen vier Wände mit dem Lieblingslied begrüßt.

Einige dieser Funktionen wie die Sperre von Elektrogeräten für Kinder tragen maßgeblich zu mehr Sicherheit bei, andere wiederum sind sicher eine Spielerei für Technikbegeisterte. Klar ist jedoch auch, dass eine moderne Eingangstüre zum Sicherheitsgefühl beiträgt.

Doch smarte Eingangstüren lassen sich nicht nur über den Fingerprint öffnen, auch das Smartphone wird zum persönlichen Schlüssel. Bei manchen Systemen müssen die Bewohner das Smartphone gar nicht erst aus der Tasche nehmen. 

Das intelligente Schloss und das Smartphone sind über Bluetooth miteinander verbunden. Nähert sich der Bewohner der Türe, geht sie wie von Zauberhand auf. Als Alternative bieten sich Systeme mit einer App an. Die Zugriffsberechtigungen können auch nur zeitlich beschränkt vergeben werden. 

   
© pixabay.com

Smarte Technik erhöht die Sicherheit

Rund um die Uhr überwacht, von Kriminellen abgehört, das sind die Befürchtungen die Kritiker von Smart-Living in den Raum stellen. 

Doch bewusst eingesetzt kann ein Modern Home die Sicherheit erhöhen. Schon seit vielen Jahrzehnten werden Videokameras zur Überwachung von öffentlichen Räumen und Privathäusern eingesetzt. 

Smarte Videoüberwachung bietet sich sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich an. Im Eingangsbereich montierte Kameras schrecken schon alleine ihrer Präsenz wegen viele Einbrecher ab, die sich aus Angst erkannt zu werden lieber einem anderen Objekt zuwenden.

Einige smarte Überwachungssysteme sind an einen Bewegungsmelder gekoppelt. Kaum nähert sich jemand dem Eingangsportal, sendet die Kamera aktuelle Bilder an den Hausbesitzer. Doch auch andere Informationen wie die aktuelle Temperatur lassen sich über manche Systeme abrufen. Wichtig ist sich für wetterfeste Modelle zu entscheiden, die sowohl Hitze als auch niedrige Temperaturen und Regen aushalten.

Eine weitere wichtige Maßnahme zum Einbruchschutz in einem Smart Home ist, eine Anwesenheit von Personen innerhalb der eigenen vier Wände vorzutäuschen. 

Das passiert zum Beispiel, wenn man von unterwegs die Lampen einschaltet oder die Rollläden herunterfährt. Somit glauben Außenstehende, dass sich jemand im Innenraum befindet: Ein perfekter Schutz gegen Kriminelle.

Innenkameras werden nicht nur zum Einbruchsschutz, sondern auch zur Überwachung von Haustieren eingesetzt. Wer wissen möchte was Hund und Katze gerade anstellen während man selbst arbeitet, wirft über die Webcam einen Blick in das Wohnzimmer. 

Ist diese mit einem Mikrophon ausgestattet, kann man mit dem vierbeinigen Liebling sogar Kontakt aufnehmen, wenn man gerade nicht zu Hause weilt. Nach demselben Prinzip arbeiten auch smarte Überwachungssysteme für Babys und Kleinkinder, die das altbewährte Babyphone immer mehr ersetzen. 

Weitere Einsatzgebiete smarter Technik

Die Technik ist heute schon so weit fortgeschritten, dass intelligente Geräte scheinbar wie von selbst miteinander kommunizieren, um den Bewohnern das Leben so angenehm wie möglich zu machen. 

Manches davon ist sicher eine Spielerei, anderes wiederum erleichtert tatsächlich das Zusammenleben. Ganz bequem ist es zum Beispiel, die Kaffeemaschine gleich nach dem Aufstehen in Gang zu setzen. Kaum ist man mit der Morgentoilette fertig, wartet der herrliche Kaffeeduft in der Küche.

Doch auch vor Kühlschränken haben Smart Home Systeme nicht Halt gemacht. Ein Gerät von Bosch zum Beispiel wird mit zwei Kameras im Innenraum geliefert. 

Steht man wieder einmal im Supermarkt und weiß nicht was man eigentlich kaufen sollte, lässt man sich ein aktuelles Foto auf das Smartphone schicken. Es gibt auch Modelle mit integrierten Touch Screens an den Türen, die unter anderem als Familienkalender dienen. Hier kann man sich über eine App jedoch auch neue Rezepte anzeigen lassen.

Auch Geschirrspüler sind mittlerweile über Apps mit dem Smartphone von Wohnungsbesitzern verbunden. Sie kommunizieren zum Beispiel, wann Salz oder Klarspüler nachgefüllt werden müssen. 

Außerdem ist es möglich, das Gerät auch von unterwegs zu starten. Manche wählen sogar je nach Menge und Verschmutzungsgrad das passende Programm aus.

Der Kühlschrank liefert Rezepte und hilft beim Einkaufen? Das ist längst keine Utopie aus einem Science-Fiction Roman mehr, sondern gelebte Realität. Ein Gerät des bekannten Smartphone Hersteller Samsung zum Beispiel wird mit einem Touch Screen an der Außenseite der Türe geliefert. 

Darauf laden sich Bewohner verschiedene Apps herunter und informieren sich zum Beispiel über neue Rezeptideen. Gleich mehrere Anbieter installieren Kameras in den Innenräumen der Kühlschränke. Sie bieten Bewohnern die Möglichkeit, direkt vom Laden Einblick in den Vorrat an Lebensmitteln zu nehmen und das nachzukaufen, was fehlt.

Doch auch vor Waschmaschinen macht der neue Trend nicht Halt. Viele lassen sich bereits mittels einer App steuern, die man sich auf das Smartphone lädt. Auch eine Steuerung über den Sprachdienst Alexa ist unter anderem möglich. Damit setzt man die Maschine in Gang oder stoppt sie auf Wunsch. 

Außerdem gehört zu einer smarten Waschmaschine die automatische Dosierung von Waschmittel dazu. Voraussetzung ist ein größerer Vorratsbehälter, wo Weichspüler und Waschmittel in größeren Mengen eingefüllt werden. 

Rechtzeitig bevor sich der Vorrat zu Ende neigt, erinnert das intelligente Gerät den Hausbewohner an das Nachfüllen. Bei manchen Geräten erkennen Sensoren sogar die Beschaffenheit der Textilen und den Verschmutzungsgrad und wählen anhand dieser Informationen das passende Programm aus.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0