"So geht sächsisch" - Wie geht es mit der Kampagne weiter?

Staatskanzleichef Fritz Jaeckel (52, CDU) will die Kampagne weiterlaufen lassen, jedoch Änderungen vornehmen.
Staatskanzleichef Fritz Jaeckel (52, CDU) will die Kampagne weiterlaufen lassen, jedoch Änderungen vornehmen.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Der Freistaat will trotz fremdenfeindlicher Übergriffe an der umstrittenen Imagekampagne „So geht sächsisch“ festhalten. Einen Antrag der Linken zum sofortigen Stopp lehnte der Landtag ab.

Zugleich bekräftigte Staatskanzleichef Fritz Jaeckel (52, CDU) die Notwendigkeit einer Neuausrichtung: „Es wird kein einfaches ,Weiter so!‘ geben.“

Es gehe darum, gerade jetzt ein differenziertes Bild von Sachsen zu zeichnen. Die Kampagne könne bereits Erfolge vorweisen.

Die Linken halten die Kampagne angesichts der fremdenfeindlichen Stimmung für nicht länger tragbar.

Angesichts der fremdenfeindlichen Übergriffe in Sachsen wurde die Kampagne immer wieder verulkt, wie hier bei der ZDF-heute show.
Angesichts der fremdenfeindlichen Übergriffe in Sachsen wurde die Kampagne immer wieder verulkt, wie hier bei der ZDF-heute show.

Am Ende laufe man Gefahr, sich lächerlich zu machen, Hochglanzbroschüren und Videos würden Parallelwelten zeigen, so Sebastian Scheel (40, Linke).

Auch die SPD, namentlich Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (42, SPD), hatte die Kampagne bereits für tot erklärt.

Doch im Landtag verwies Mario Pecher (53, SPD) auf vertragliche Verpflichtungen.

Bei einer „Vollbremsung“ wären die Kosten höher, als die Kampagne laufen zu lassen.

Mario Pecher (53, SPD) stellt klar, dass das Ende der Kampagne mehr kosten würde als ein Weiterlaufen.
Mario Pecher (53, SPD) stellt klar, dass das Ende der Kampagne mehr kosten würde als ein Weiterlaufen.

Fotos: Screenshots facebook/ZDF, Thomas Türpe


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