Beinahe wäre Bayern-Star Alphonso Davies beim VfB Stuttgart gelandet

Stuttgart - Der VfB Stuttgart galt als einer der besten Talentschmieden Deutschlands. Viele junge Kicker schafften bei den Schwaben den Durchbruch zu einer Weltkarriere.

Der ehemalige Stuttgarter Sportvorstand: Michael Reschke.
Der ehemalige Stuttgarter Sportvorstand: Michael Reschke.  © Sebastian Gollnow/dpa

Als Beispiel könnte man Kevin Kuranyi nennen. Oder einen Philipp Lahm, der von den Bayern nach Stuttgart ausgeliehen wurde und im Ländle zum ersten Mal seine große Klasse unter Beweis stellte.

Zuletzt litt dieser Ruf der Schwaben zwar etwas, aber dennoch: Das ein oder andere Talente hat der VfB noch hervorgebracht. Wie den in Bad Cannstatt geborenen Timo Werner zum Beispiel (RB Leipzig), der aktuell Deutschlands bester Stürmer ist.

Oder Benjamin Pavard! Als der Rechtsverteidiger 2018 mit Frankreich Weltmeister wurde, stand er beim VfB unter Vertrag. Erst vergangenen Sommer zog es ihn nach München.

Einer der den direkten Weg zum FC Bayern nahm, war dagegen Alphonso Davies. Der 19-jährige Linksverteidiger gehört aktuell zu den Leistungsträgern beim Rekordmeister und spult eine Partie nach der anderen über 90 Minuten ab. Inzwischen kennt den jungen Kanadier ganz Fußball-Deutschland.

Der FC Bayern konnte Davies eben mit ein bisschen mehr Kohle locken als der VfB Stuttgart

Alphonso Davies (l) und Robert Lewandowski (r) vom FC Bayern München Bayern München und Kai Pröger (M) von Paderborn kämpfen um den Ball.
Alphonso Davies (l) und Robert Lewandowski (r) vom FC Bayern München Bayern München und Kai Pröger (M) von Paderborn kämpfen um den Ball.  © Peter Kneffel/dpa

Nun berichteten die "Stuttgarter Nachrichten": Vor zwei Jahren wäre Davies beinahe beim VfB Stuttgart gelandet.

Demnach war der damalige VfB-Sportvorstand Michael Reschke (inzwischen Schalke 04) um Davies bemüht, als der 17-Jährige noch in Vancouver kickte.

Die Verhandlungen sollen sogar so fortgeschritten gewesen sein, dass die Schwaben in Kanada waren, um den Vertrag mit dem Jungstar aufzusetzen. Doch dann wurden die Bayern zum Spielverderber.

Der Rekordmeister zahlte für den damals 17-Jährigen eine satte Summe von zehn Millionen Euro, welche durch Bonuszahlungen noch auf 19 Millionen steigen könnte. Solch eine Summe konnte der VfB Stuttgart natürlich nicht stemmen. So scheiterte der Versuch des damaligen Sportvorstands Reschke, eines der größten Talente des Weltfußballs zu verpflichten.

Es wäre aber ein Transfer gewesen, der zu Reschke passt. Schließlich eilt dem Manager der Ruf des Perlentauchers voraus. Beim VfB Stuttgart hat man derweil einen würdigen Nachfolger gefunden. Ex-BVB-Chefscout Sven "Diamantenauge" Mislintat geht für die Schwaben nun auf Talentsuche. Und dem Stuttgarter Sportdirektor gelang zuletzt ein richtiger Coup.

Bei der Verpflichtung von Clinton Mola vom FC Chelsea, stachen die Schwaben das italienische Schwergewicht AC Mailand aus. (TAG24 berichtete)

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