So könnt Ihr Euren Wohnungskauf fördern lassen!

Durch verschiedene Förderungen wird der Kauf einer eigenen Wohnung erleichtert.
Durch verschiedene Förderungen wird der Kauf einer eigenen Wohnung erleichtert.  © Fotolia

Deutschland - Alles in allem sind die Deutschen nach wie vor ein Volk der Mieter. Der Anteil derjenigen, die ihre Wohnung tatsächlich besitzen, ist im Vergleich zu anderen Ländern eher gering. Nichtsdestotrotz träumen viele davon, irgendwann nicht mehr von Vermietern abhängig zu sein und in einer Eigentumswohnung zu leben.

Welche Schritte dafür nötig sind, hat Immobilienexperte Alfred Hollman in einem ausführlichen Ratgeber auf terrafinanz.de zusammengestellt. Wer eine eigene Wohnung kaufen will, findet hier einen kostenlosen, detaillierten Leitfaden, der keine Fragen offen lässt.

Ein Faktor, der – neben der Historie - in Deutschland dafür sorgt, dass es noch relativ wenige Wohnungseigentümer gibt: Der Schritt aus dem Mietverhältnis hin zum eigenen Besitz ist meist mit hohen Kosten verbunden. Die finanziellen Bedenken, die sich aus dieser Tatsache ergeben, sind zwar nicht völlig unbegründet; es gibt jedoch Fördermöglichkeiten, die den Kauf einer eigenen Wohnung merklich vereinfachen.

Das Wohnungseigentumsprogramm der KfW

Wenn es um Förderungen geht, ist die KfW meist nicht weit. Das in Frankfurt am Main ansässige Kreditinstitut hat sich darauf spezialisiert, nachhaltige Investitionen mit besonders günstigen Darlehen zu subventionieren. Dazu gehört unter anderem der Kauf einer eigenen Wohnung.

Ob Familie, alleinstehend oder Rentner: Profitieren von Wohneigentumsprogrammen können prinzipiell alle!
Ob Familie, alleinstehend oder Rentner: Profitieren von Wohneigentumsprogrammen können prinzipiell alle!  © Fotolia

Wer kann es beantragen?

Die Möglichkeit, vom Wohneigentumsprogramm zu profitieren, hat prinzipiell jede Privatperson, die eine Wohnung zur eigenen Nutzung erwerben will. Alter oder Familienstand spielen dabei keine Rolle. Ausgeschlossen sind dabei allerdings Umschuldungen oder Nachfinanzierungen bereits getätigter Zahlungen. Der Kredit muss also im Vorfeld beantragt werden – und zwar nicht bei der KfW, sondern bei der Hausbank, die den Antrag dann an die richtige Stelle weiter leitet.

Was wird gefördert?

Ganz allgemein: Der Kauf von eigenen Wohnungen, die man für sich selbst nutzen möchte. Auch Genossenschaftsanteile sind förderfähig, wenn diese Bedingung erfüllt wird. Sowohl beim Kaufpreis an sich als auch bei den Nebenkosten oder etwaigen Umbaumaßnahmen gibt es Unterstützung von der KfW. Das gilt besonders für die energetische Sanierung, für die es sogar eigene Förderprogramme gibt. Generell lässt sich übrigens sagen: Je besser die Energieeffizienz eines Gebäudes ist, desto höher fällt der Zuschuss aus.

Wie hoch ist die Förderung?

Die maximale Fördersumme liegt bei 50.000 €, die maximale Laufzeit bei 35 Jahren. In der ersten Zeit (aber höchstens 5 Jahre lang) kann das Darlehen tilgungsfrei gestellt werden, wobei selbstverständlich trotzdem Zinsen anfallen. Der zugrunde liegende Zinssatz wird in der Regel auf 5 oder 10 Jahre festgeschrieben, im Anschluss erfolgt ein neues Angebot der KfW. Eine Variante dieses Kredits ist, über einen Zeitraum von 10 Jahren lediglich die anfallenden Zinsen zu zahlen und dann für die Anschlussfinanzierung zur eigenen Hausbank zu wechseln.

Das Darlehen vorzeitig komplett zurückzuzahlen, ist nur gegen eine Vorfälligkeitsgebühr möglich. Ausnahme: Beim Erwerb von Genossenschaftsanteilen kann die offene Gesamtsumme zu jedem Letzten des Monats ohne zusätzliche Kosten getilgt werden.

"Wohn-Riester" ist besonders für Familien sehr gut geeignet.
"Wohn-Riester" ist besonders für Familien sehr gut geeignet.

Staatliche Förderung durch „Wohn-Riester“

Nicht nur von der KfW, sondern auch vom Staat selbst gibt es für Wohnungsbesitzer in spe attraktive Subventionen. Grundlage dafür ist die sogenannte Eigenheimrente – im Volksmund als „Wohn-Riester“ bekannt.

Wer kann es beantragen?

Förderberechtigt ist jeder, der über die gesetzliche Rentenversicherung pflichtversichert ist. Selbstständige und bestimmte Berufsgruppen (etwa Ärzte) sind von der Eigenheimrente also ausgeschlossen; zahlt allerdings ihr Ehepartner in die Rentenkasse, können sie trotzdem von diesem Programm profitieren.

Was wird gefördert?

Die Zuschüsse und Steuererleichterungen sind streng an den Kauf von Wohnungen (oder anderen Immobilien) gebunden. Nutzt man sie und will das Geld am Ende doch anderweitig ausgeben, so sind alle Zuschüsse zurückzuzahlen. Besonders attraktiv für Deutsche, die im EU-Ausland arbeiten oder ihren Wohnsitz nach Renteneintritt dorthin verlegen möchten: Auch dort befindliche Immobilien werden gefördert.

Wie hoch ist die Förderung?

Wer jährlich mindestens 4 % seines Einkommens einzahlt, erhält vom Staat folgende Subventionen:

  • Für sich selbst und den Ehepartner je 154 € p.a.
  • Für jedes vor dem 1.1.2008 geborene Kind 185 € p.a.
  • Für jedes danach geborene Kind 300 € p.a.

Die Eigenleistung, die man in die Kasse einzahlt, kann zudem bis zu einer Höhe von 2100 € von der Steuer abgesetzt werden.

Die eigene Wohnung muss kein Traum bleiben

Es ist zwar vom finanziellen Aufwand her keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen, Herr seiner eigenen vier Wände zu werden. Aufgrund der hier beschriebenen Förderprogramme kann man es sich aber viel leichter leisten, als es zunächst den Anschein haben mag. Dennoch muss der Wohnungskauf gut durchdacht und am besten in Zusammenarbeit mit einem Experten geplant werden, damit die Finanzierung auf sicheren Füßen steht.


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