So soll der neue Pavillon im Dresdner Zoo aussehen

In Schwarz und Weiß - passend zu den Pinguinen - ist das neue Gebäude geplant.
In Schwarz und Weiß - passend zu den Pinguinen - ist das neue Gebäude geplant.

Von Anneke Müller

Dresden - Das neue Pinguin-Café im Dresdner Zoo soll bis 2017 fertig werden. Jens Krauße (49), Partner des Büros „Heinle, Wischer und Partner“, hat den 250 Quadratmeter großen Pavillon in seinen Planungen der Umgebung angepasst.

„Wegen der hier lebenden Tiere und der Nähe zum Großen Garten habe ich eine organische Form gewählt“, sagt der Architekt.

Der direkte Bezug zu den Pinguinen liegt in der Farbgebung Schwarz und Weiß. Das Dach, das an eine Felsplatte erinnern soll, spendet den Eis essenden Besuchern Schatten. Denn so viel steht fest:

Im Gebäude ist Eisverkauf geplant. Erhalten bleiben auch die alten Bäume, die Spielplätze werden integriert.

Architekt Jens Krauße (49) hat den Entwurf für das Pinguincafé der Umgebung angepasst. Auch das Giraffenhaus, die Futtermeisterei und die Katta-Insel wurden vom Büro „Heinle, Wischer und Partner“ entworfen.
Architekt Jens Krauße (49) hat den Entwurf für das Pinguincafé der Umgebung angepasst. Auch das Giraffenhaus, die Futtermeisterei und die Katta-Insel wurden vom Büro „Heinle, Wischer und Partner“ entworfen.

Eine Sanierung des eckigen Vorgängerbaus hält Krauße für nicht sinnvoll, wegen seines „baulich desolaten Zustands“. Für Aufregung hatte vor einigen Wochen die Streichung des 1973 errichteten Vorgängerbaus von der Denkmalliste gesorgt.

Der Grund dafür: „Wir kamen zu der Überzeugung, dass dem Pavillon zwar eine geschichtliche und baugeschichtliche Bedeutung beizumessen ist, ein darauf gerichtetes öffentliches Erhaltungsinteresse aber nicht bestätigt werden konnte“, so Hartmut Ritschel vom Landesamt für Denkmalpflege.

Damit sind die Voraussetzungen, die das sächsische Denkmalschutzgesetz vorschreibt, laut Ritschel nicht erfüllt.

„Für die Stadt besteht keine formelle Möglichkeit, die Einschätzung des Landesamtes zu revidieren“, so Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch (38).Die Rettung soll eine vorübergehende Einlagerung im Lapidarium bringen.

In dem großen Rund soll der Eisverkauf (von außen und innen) seinen Platz haben.
In dem großen Rund soll der Eisverkauf (von außen und innen) seinen Platz haben.

Fotos: Holm Helis


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