So viel zahlte Sachsen für Weltoffenheit-Demo

Bei der Demonstration am 10. Januar kamen nach offiziellen Angaben 35.000 Menschen.
Bei der Demonstration am 10. Januar kamen nach offiziellen Angaben 35.000 Menschen.

Dresden - Der Freistaat Sachsen bezahlte für die Demonstration Für Dresden, für Sachsen – für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander am 10. Januar 2015 auf dem Neumarkt mehr als 100.000 Euro.

Mit der Demo sollte ein Zeichen für ein weltoffenes Dresden und gegen PEGIDA gesetzt werden.

Das ergaben Anfragen der AfD-Fraktion an die Stadt Dresden und den Freistaat Sachsen. "Für die Kundgebung ... am 10. Januar 2015 sind dem Freistaat Sachsen Gesamtkosten in Höhe von 105.496,68 Euro entstanden", heißt es in der Antwort.

Das Geld wurde für Bühne, Auf- und Abbau, Tontechnik, Verpflegung/Catering und Sanitäranlagen fällig.

Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (61, CDU) sagte in ihrer Rede u. a.: „Wir stehen hier zusammen für Dresden, für Sachsen und für alle, die hier leben."
Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (61, CDU) sagte in ihrer Rede u. a.: „Wir stehen hier zusammen für Dresden, für Sachsen und für alle, die hier leben."

"Dabei wurde nicht nur die staatliche Neutralitätspflicht verletzt, sondern auch ungeniert in den Steuergeldtopf gegriffen", kritisierte Gordon Engler, kultur- und jugendpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Stadtrat.

Regierungs-Sprecher Christian Hoose: „Die Veranstaltung sollte zeigen, dass Dresden und Sachsen für Weltoffenheit und Toleranz steht. Ein wichtiges Zeichen, dass gesetzt werden musste.“

Von den Kosten übernahm die Landeshauptstadt Dresden pauschaul 30.000 Euro. Diese wurden aus dem Budget der Oberbürgermeisterin bezahlt.

Das Konzert Offen und Bunt - Dresden für alle mit Herbert Grönemeyer am 26. Januar wurde hingegen komplett aus Spenden finanziert.

Foto: Steffen Füssel


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