Auf dem Bolzplatz werden aus Fremden Freunde

Fußball für die Völkerverständigung: Asylbewerber und Schönfelder kickten am Sonntag trotz eisiger Temperaturen zusammen im Hochland.
Fußball für die Völkerverständigung: Asylbewerber und Schönfelder kickten am Sonntag trotz eisiger Temperaturen zusammen im Hochland.

Von Steffi Suhr

Dresden - Sie pfeifen auf die Angst vor Fremden. Dresdner Bürger wollen Flüchtlinge und Asylbewerber integrieren, ihnen im Alltag helfen. Am Sonntag kickten alle zusammen - fröhliches Kennenlernen auf dem Fußballplatz.

Feldbegrenzungen unterm Schnee, Eckfahnen fehlen. Aber es stehen Tore auf dem Bolzplatz an der Feuerwache in Schönfeld-Weißig.

Nichts, was die zwei Dutzend jungen Männer aus Libyen oder dem Kosovo so wie etliche Schönfelder jetzt noch halten könnte. Sofort rollt der Ball, es wird angefeuert, jeder Treffer bejubelt.

„Wir hatten schon zwei Fußballnachmittage organisiert“, so Andrea Schomberg (53) von der Vereinigung „Willkommen im Hochland“.

Für viele Flüchtlinge ist das Bolzen eine gelungene Abwechslung.
Für viele Flüchtlinge ist das Bolzen eine gelungene Abwechslung.

„Für die Flüchtlinge ist es ein Highlight der Woche. Danach treffen wir uns alle noch auf Kaffee, Tee und Kuchen.“

Nicht die einzige Aktion der inzwischen 170 Vereinsmitglieder. Allein 60 werden direkte Patenschaften übernehmen, helfen bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

Dabei wartet Schönfeld noch auf seine Asylbewerber. Die sollen im März kommen.

Derzeit kümmert sich der Verein aber schon um die Bewohner des Heimes in Hosterwitz.

Fotos: Thomas Türpe


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