So will Aue heute die nächste Pokal-Sensation packen

Im Sommer wechselte Philipp Riese (l.) nach Aue. In Münster glänzte er als Siegtorschütze.
Im Sommer wechselte Philipp Riese (l.) nach Aue. In Münster glänzte er als Siegtorschütze.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Bonuspartie und Eine-Million-Euro-Jackpot-Spiel. Das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den 1. FC Heidenheim hat im Vorfeld von Auer Seite aus einige Kosenamen verpasst bekommen.

Fakt ist: Es ist eines der wichtigsten in der jüngeren Vereinsgeschichte. „Und das wollen wir gewinnen“, sagt FCE-Mittelfeldmotor Philipp Riese.

„Wir sind nicht Favorit, das sind die Heidenheimer. Aber wir haben die Qualität, diese Partie zu entscheiden“, so der 26-Jährige.

Nach dem schweren Spiel in Osnabrück sieht er sein Team gerüstet: „Wir sind fit, können zur Not auch über 120 Minuten Vollgas geben“, kündigt er trotz der Strapazen an, die Osnabrück so mit sich gebracht haben.

Für Riese selbst ist es eine Begegnung mit der Vergangenheit. 2014 wechselte er von Bielefeld nach Heidenheim, kam aber nur zehn Mal zum Einsatz.

Deshalb ging er den Weg im Sommer nach Aue. „Ganz ehrlich, das Kapitel ist abgehakt. Für mich ist das ein ganz normales Spiel, das ich gewinnen will. Ich persönlich war noch nie so weit im Pokal. Jetzt möchte ich noch weiter kommen.“

Im Sommer 2014 wechselte Philipp Riese (re.) nach Heidenheim. Für den FC bestritt er nur zehn Spiele.
Im Sommer 2014 wechselte Philipp Riese (re.) nach Heidenheim. Für den FC bestritt er nur zehn Spiele.

Im Gegensatz zu Heidenheim hat er in Aue Fuß gefasst, fehlte in keinem Spiel. Die letzten Wochen haben den kleinen Riese aber richtig groß gemacht: „Wir treten mit breiter Brust auf. Wir sind daheim noch ungeschlagen, haben in insgesamt zwölf Heimspielen nur zwei Gegentore bekommen.“

Für Trainer Pavel Dotchev ist er heute in doppelter Hinsicht ein wichtiger Mann. Auf der einen Seite soll er wieder die fleißige Arbeitsbiene im Mittelfeld und zum anderen Dotchev wichtige Tipps geben.

Schließlich kennt er den FCH-Trainer bestens. „Einiges kann ich schon über die Denkweise von Frank Schmidt sagen“, sagt er verschmitzt.

„Aber im Grunde ist es gar nicht so wichtig, wie Heidenheim spielt, sondern wie wir auftreten. Wenn wir unsere Leistungen der letzten Wochen abrufen, dann können wir die Sensation schaffen.“

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


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