So will das Rathaus Autofahrer aus der Stadt vergraulen

Die Parkplätze am Ferdinandplatz werden wohl schon 2019 ersatzlos wegfallen.
Die Parkplätze am Ferdinandplatz werden wohl schon 2019 ersatzlos wegfallen.  © Petra Hornig

Dresden - Parkplätze in Dresden werden knapper und teurer. Durch die Hintertür "Luftreinhalteplan" müssen Autofahrer in den nächsten Jahren reichlich Kröten schlucken.

Fast ein Jahr wurde hinter den Kulissen gerechnet. Jetzt stehen die neuen Parkgebühren für Dresden nahezu fest. Die wahrscheinlichste Variante: In der Innenstadt werden statt bisher 1,50 Euro dann 2 Euro pro Stunde fällig.

Das Tagesticket verteuert sich von 6 auf 8 Euro. Außerhalb der Innenstadt und in der Neustadt sollen die Gebühren um 50 Cent auf 1 Euro steigen.

Zudem sollen die Parkgebühren in besonders kritischen Bereichen (Schillerplatz) denen der Innenstadt angeglichen werden. 3,5 Millionen Euro werden so zusätzlich eingenommen.

Im Gegenzug will die Verwaltung die Parkplätze in der Innenstadt weiter verknappen. Durch die Bebauung des Ferdinandplatzes fallen hunderte Parkplätze weg. Dennoch sollen innerhalb des 26iger-Rings unter "Ausnutzung der Handlungsspielräume des Baurechtes" neue Parkplätze verhindert werden.

Weiter geplant: Noch kostenlose Parkplätze fallen reihenweise weg. Rund um das Diakonissen-Krankenhaus, Uniklinik und Schillerplatz sollen die letzten kostenfreien Stellplätze verschwinden. Auch die letzten Schlupflöcher in Innenstadt-Nähe werden gestopft: Im Ostragehege sollen die Sport-Parkplätze ebenfalls kostenpflichtig werden.

Hintergrund der Pläne: Die Verwaltung will immer mehr Dresdner zum Umsteigen auf Bus, Bahn und Fahrrad bewegen.

Die Parkplätze im Ostragehege sollen kostenpflichtig werden.
Die Parkplätze im Ostragehege sollen kostenpflichtig werden.  © Petra Hornig

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