So will die Polizei gegen Beamte mit rechtsextremer Einstellung vorgehen

Berlin - Die Berliner Polizei will stärker gegen rechtsmotivierte Taten und rechtslastige Einstellungen in den eigenen Reihen vorgehen.

Die Berliner Polizei will stärker gegen rechtsmotivierte Taten und rechtslastige Einstellungen in den eigenen Reihen vorgehen.
Die Berliner Polizei will stärker gegen rechtsmotivierte Taten und rechtslastige Einstellungen in den eigenen Reihen vorgehen.  © DPA

Außerdem sollen derartige Verstöße von Polizisten in einer Datenbank für einen besseren Überblick erfasst werden.

Das kündigte Polizeipräsidentin Barbara Slowik (53) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an.

Zu den Gegenmaßnahmen gehören die bereits üblichen Aus- und Fortbildungen, ein Pilotprojekt mit Gesprächen mit Psychologen und unter Umständen auch eine stärkere Rotation der Polizisten zwischen einzelnen Wachen.

Es gebe Einzelfälle von Polizisten, die für Straftaten mit einer rechten Motivation verantwortlich seien, sagte Slowik. "Da gehen wir wirklich deutlich gegen vor. Es gibt aber keine Veranlassung, von Strukturen in diesem Bereich auszugehen."

Sorge bereite ihr aber, dass die Belastung mancher Polizisten in schwierigen Kiezen Berlins zu problematischen politischen Meinungen führen könne, sagte Slowik. "Etwa in bestimmten Stadtteilen, wo die Polizisten immer wieder mit denselben Problemen wie Respektlosigkeit, Widerstand konfrontiert sind."

Daraus könne sich eine bestimmte Einstellung entwickeln. "Das prägt, wenn man da über Jahre ist. Das kann ja nicht ausbleiben. Und das ergibt dann ein gewisses Zerrbild der Realität, weil man das alltäglich erlebt."

Barbara Slowik (53) ist seit dem Frühjahr 2018 Berlins neue Polizeipräsidentin.
Barbara Slowik (53) ist seit dem Frühjahr 2018 Berlins neue Polizeipräsidentin.  © DPA

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0