So will sich Zwickau vor Hochwasser schützen

Auch der an Crossen angrenzende Stadtteil Pölbitz stand beim Juni- Hochwasser 2013 unter Wasser.
Auch der an Crossen angrenzende Stadtteil Pölbitz stand beim Juni- Hochwasser 2013 unter Wasser.

Von Diana Drechsel

Zwickau - Mehr Platz für die Mulde: Ein neuer Deich am Flusslauf soll den Zwickauer Ortsteil Crossen in Zukunft besser vor Hochwasser schützen.

Nach dem Abriss der drei vorhandenen Deiche hat die Landestalsperrenverwaltung eine neue, rückverlegte Schutzlinie errichtet und der Mulde so künftig 22 Hektar mehr Raum geschaffen.

„Durch den Flächenzuwachs wird der bei Hochwasser eintretende Wasserspiegel um bis zu 70 Zentimeter sinken“, sagte Umweltminister Thomas Schmidt (54, CDU) am Montag bei der offiziellen Übergabe des rund zwei Kilometer langen Deichs.

Damit werde künftig auch der Schutz der zentralen Kläranlage in Zwickau erheblich verbessert.

Zeigen das Flutschutz-Modell: Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (59, l.) und Umwelt - minister Thomas Schmidt (54, r.).
Zeigen das Flutschutz-Modell: Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (59, l.) und Umwelt - minister Thomas Schmidt (54, r.).

Zusammen mit einem weiteren Deich, den die Wismut bis 2018 im Rahmen von Sanierungsarbeiten errichtet, soll der neue Hochwasserschutz Überflutungen wie 2002 oder 2013 in Zukunft verhindern. Auch die Uferbereiche der Mulde hat die Landestalsperrenverwaltung im Zuge der Arbeiten ökologisch aufgewertet.

Neben sogenannten Buhnen - zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit - entstanden Ruhezonen für Fische sowie neuer Lebensraum für Flora und Fauna.

Finanziert wurde die 2,1 Millionen teure Maßnahme aus Landesmitteln und Geldern des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2002 hat der Freistaat etwa 2,1 Milliarden Euro in Schadensbeseitigung und Hochwasserschutz investiert, darunter 22 Millionen Euro in Zwickau.

Fotos: Uwe Meinhold, propicture


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