Donnerstag startet der Schaubudensommer

Christian Kitzbichler betreibt beim Schaubudensommer vor der Scheune in der Dresdner Neustadt den Fastomat. Das ist ein humanoider Automat, der blinkt, blitzt und auf Knopfdruck wundersame Dinge produziert.
Christian Kitzbichler betreibt beim Schaubudensommer vor der Scheune in der Dresdner Neustadt den Fastomat. Das ist ein humanoider Automat, der blinkt, blitzt und auf Knopfdruck wundersame Dinge produziert.

Dresden - Noch wuseln die Aufbauhelfer und Organisatoren über den Festplatz hinter der Scheune, doch schon ab Donnerstag heißt es dann zum 18. Mal „Hinein ins Vergnügen“ des Scheune-Schaubudensommers. Bis zum 26. Juli können Freunde der kleinen Form von Musik, Show und Theater jeden Abend aus zwölf bis 15 verschiedenen Vorstellungen wählen.

„Das Festival ist volljährig geworden und hat sich in der Welt der Kleinkunst herumgesprochen“, sagt der Künstlerische Leiter Helmut Raeder. Das hat er auf Reisen freudig zur Kenntnis genommen, als er sich nach neuen Attraktionen für diesen Jahrgang umschaute.

Zwölf der insgesamt 39 Gruppen und Einzelkünstler aus 15 Nationen sind 2015 zum ersten Mal in Dresden zu Gast.

„Wenn sich die Zelte öffnen, kann man in fremde Welten eintauchen und sich verzaubern lassen“, so Raeder. Bis zu vier Darbietungen an einem Abend sind für Besucher zu schaffen. Neu ist unter anderem eine Art Jahrmarkttheater, bei dem der Spanier Trukitrek mit seinen Puppen an die Grenzen des Humors geht.

„Alles Banane“ heißt es in der Show von César und Muriel aus Chile mit Monitorbildern der „verblödungsmaschinerie“.
„Alles Banane“ heißt es in der Show von César und Muriel aus Chile mit Monitorbildern der „verblödungsmaschinerie“.

Tänzerin Howool Baek aus Korea besticht mit filigraner Körperpoesie, Christeen aus den USA lässt unter dem Motto „Denk-Mal-Nicht“ reine Gefühle sprechen, und Ahsan Nadeem Sheikh aus Pakistan öffnet die Tore in die Welt des nordindischen Kathak-Tanzes.

Nicht verpassen sollte man Suse Wächters „Karaoke mit Gott“ und Michael Hatzius‘ TV-bekannte „Echse“, die mit der ihm eigenen Weisheit erklärt, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Festivalmacher Heiki Ikkola verspricht außerdem „mehr kleine Wunderecken und spontane Aktionen“. Abend für Abend porträtieren Künstler Gäste und hängen ihre Werke aus.

Wie jedes Jahr können die Besucher nach Mitternacht mit Musikern um die Häuser ziehen und anschließend im Festival-Club abfeiern.

Geöffnet: tgl. ab 19 Uhr, ab 20 Uhr 2,50 Euro Eintritt, Einzelticket pro Vorstellung: 5 Euro, Dreierticket 12 Euro, Info: www.schaubudensommer.de

Fotos: Christian Suhrbier


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