3000-Tonnen-Bagger muss umziehen!

Wenn so ein Koloss umzieht, müssen die Planer viel Zeit einkalkulieren. Vorwärts geht es mit sechs Metern pro Minute.
Wenn so ein Koloss umzieht, müssen die Planer viel Zeit einkalkulieren. Vorwärts geht es mit sechs Metern pro Minute.

Von Juliane Morgenroth

Nochten - Umzug eines Giganten! Ein 3000 Tonnen schwerer Schaufelradbagger aus dem Tagebau in Nochten wird ab morgen verlegt. Das dauert: Für die 18 Kilometer lange Reise zum Tagebau Reichwalde braucht der Koloss 15 Tage.

Ab Mittwoch bis voraussichtlich 26. August ist der Schaufelradbagger 1571 von Vattenfall unterwegs - er wird künftig im Tagebau Reichwalde gebraucht. Auf drei Kilometern verläuft die Transporttrasse unmittelbar am Stadtrand von Weißwasser entlang - nur 600 Meter an Häusern vorbei!

„Diesen Weg wollen wir im Interesse der Anwohner so schnell und so geräuscharm wie möglich zurücklegen“, erklärt Transportleiter Daniel Taugs.

Der Schaufelradbagger 1571 in Aktion im Tagebau Nochten. Im Hintergrund ist Weißwasser zu sehen.
Der Schaufelradbagger 1571 in Aktion im Tagebau Nochten. Im Hintergrund ist Weißwasser zu sehen.

Der Bagger mit 14 Schaufeln ist 160 Meter lang, 30 Meter breit und 40 Meter hoch. Er nimmt im sogenannten Vorschnitt Abraum weg, den die nachfolgende Förderbrücke mit ihrer Spannweite nicht erreicht. In eine Schaufel passen 1,75 Tonnen.

Zunächst wird der Bagger über eine Rampe aus dem Tagebau herausgefahren, dann geht es an dessen nördlicher Kante weiter - mit sechs Metern pro Minute. Nach etwa 14,5 Kilometern quert der Bagger die B156 zwischen Weißwasser und Boxberg. Eine Umfahrung wird ausgeschildert. „Nach unserer Planung wird diese Querung am 23. August stattfinden, wenn das Sonntagsfahrverbot für Lkw gilt“, so Daniel Taugs. Dann gebe es verhältnismäßig wenig Verkehr.

Um Straßen und Radwege zu schützen, werden 70 Zentimeter Kies als Schutz aufgetragen. Außerdem werden zwei Oberleitungen abgebaut, Wassergräben mit Rohren ausgelegt und überbaut. „Nach Querung des Baggers wird alles wieder zurückgebaut“, so eine Vattenfall-Sprecherin.

Fotos: Caro/Heinrich, Vattenfall


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