Software-Fehler kostet Rathaus 1,8 Millionen Euro

Am 31. Januar wurde bei einer händischen Nachkontrolle klar: Es wurden bei weitem nicht alle Rechnungen verbucht.
Am 31. Januar wurde bei einer händischen Nachkontrolle klar: Es wurden bei weitem nicht alle Rechnungen verbucht.  © DPA

Leipzig - Ein technischer Fehler führte im Leipziger Rathaus nachträglich zu Mehrkosten von 1,815 Millionen Euro.

Eine veraltete Software erfasste offene Rechnungen von Jugendämtern anderer Kommunen nicht. Wie Rathaus-Sprecher Matthias Hasberg am Montag auf Anfrage von TAG24 bestätigte, handelt es sich hierbei um Ausgaben für die "Hilfen zur Erziehung" (HzE) im vergangenen Jahr.

2016 seien 2803 Kinder aus schwierigen Verhältnissen unterstützt worden. Das Amt trägt beispielsweise die Kosten für die Schulbegleitung und Pflegestellen.

Bei einer manuellen Überprüfung der insgesamt 3300 Fallakten Anfang des Jahres wurde ersichtlich: Das alte Software-Programm hat nicht alle Rechnungen erfasst. Wurden Leipziger Kinder beispielsweise außerhalb Leipzigs untergebracht, musste das Amt zwar zahlen, doch die Kosten wurden nicht mit aufgelistet.

Auch Rechnungen, die erst jetzt beglichen wurden, jedoch einige Jahre zurückliegen, mussten händisch nachgetragen werden. "Hinzu kommen Mindererträge in Höhe von rund 542.000 Euro", so Hasberg. Zusammengerechnet mit teureren Hilfearten und der manuellen Überprüfung macht das 1,815 Millionen Euro mehr, als der Rat ursprünglich bewilligt hat.

Somit muss Leipzig 17,1 Millionen Euro mehr für die "Hilfen zur Erziehung blechen", als mit 77,6 Millionen Euro ursprünglich vorgesehen.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0