Das Geschäft mit der Sonne in Thüringen boomt!

Der Solarmarkt für Privathaushalte in Thüringen boomt.
Der Solarmarkt für Privathaushalte in Thüringen boomt.  © DPA

Erfurt - Wegen der großen Nachfrage hat Thüringen sein Förderprogramm für private Solaranlagen abermals aufgestockt. Damit stehen für dieses Jahr statt der ursprünglichen Summe von 2,5 Millionen nunmehr 5,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Das teilte das Umweltministerium am Dienstag in Erfurt mit. Seit dem Start des Programms im November 2016 seien 624 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 7 Millionen Euro eingegangen (Stand Ende Juni).

"Wir sind überwältigt von dem Run auf die Förderung für Photovoltaikanlagen mit Energiespeichern", sagte Umweltstaatssekretär Olaf Möller. "Offenbar wollen viele Menschen die Energiewende selbst in die Hand nehmen und zu Energiegewinnern werden. Das spart Geld und schützt das Klima."

Das Ministerium geht davon aus, dass kein berechtigtes Projekt leer ausgeht. Einerseits seien erfahrungsgemäß nicht alle beantragten Projekte förderfähig, andererseits gebe es Gespräche mit dem Finanzministerium, den Fördertopf aufgrund der guten Haushaltslage nochmals aufzustocken, erläuterte ein Sprecher. Zudem wurden die Fördersätze für Privatleute von 25 auf bis zu 20 Prozent gesenkt. Die Förderhöhe für Mieterstromprojekte und Bürgerenergiegenossenschaften bleibe unverändert, hieß es.

Im vergangenen Jahr wurden zudem in Deutschland erstmals seit Jahren wieder mehr Solarstromanlagen als im Vorjahr installiert. Bundesweit gab es einen Zuwachs von 1,5 Gigawatt, in diesem Jahr erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft rund zwei Gigawatt an neuer Solarstromleistung.

Das Programm "Solar Invest" gibt Zuschüsse für Energiespeicher und Solaranlagen, wenn der Strom für den Eigenverbrauch bestimmt ist.

Titelfoto: DPA


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