Wurden 23 Millionen Euro Steuern hinterzogen? Solarmodule aus China im Visier!

München/Hof - Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt derzeit, zusammen mit dem Zollfahndungsamt München, gegen ein oberfränkisches Unternehmen.

Falsch deklarierten Solarmodule aus China könnten ein Fall für die Gerichte werden. (Symbolbild)
Falsch deklarierten Solarmodule aus China könnten ein Fall für die Gerichte werden. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa

Im Raum steht der Verdacht der Steuerhehlerei durch den Ankauf von falsch deklarierten Solarmodulen aus China.

Die Rede ist laut einer Pressemitteilung derzeit von einer hinterzogenen Summe in Höhe von 23 Millionen Euro.

Hierzu durchsuchten bereits Ende Oktober rund 70 Zollfahnder zusammen mit Mitarbeitern der Steuerfahndung Nürnberg den Firmensitz und die privaten Wohnungen der Unternehmensvorstände.

Im Rahmen dieser und anderweitiger Ermittlungen stellten die Fahnder fest, dass der Importeur dieser Solarmodule bei der Zollabfertigung die Herkunft der Produkte absichtlich verschleierte.

Damit konnten die sogenannten Antidumping- und Ausgleichszölle für Solarmodule aus China umgangen werden.

Im Zeitraum März 2015 bis August 2016 soll die Firma in etwa 60 Fällen die falsch deklarierten Module angeblich aus Indien, Taiwan, Malaysia oder Vietnam erworben haben.

Noch am Tag der Durchsuchung konnten sechs Millionen Euro Firmenvermögen sichergestellt werden. Die Auswertung der zahlreich Firmenunterlagen und digitalen Dokumenten dauert an.

Wegen Verdachts der Steuerhehlerei bei Solarmodulen ermittelt nun rund 70 Zollfahnder. (Symbolbild)
Wegen Verdachts der Steuerhehlerei bei Solarmodulen ermittelt nun rund 70 Zollfahnder. (Symbolbild)  © Armin Weigel/dpa

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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