In 72 Stunden an der Front: Sachsens Soldaten werden NATO-Speerspitze

Frankenberg - Stillgestanden, Augen geradeaus! Am Montag inspizierte Staatssekretär Thomas Silberhorn (51, CSU) in der Wettiner Kaserne acht Militärfahrzeuge sowie die Fähigkeiten der Panzergrenadier-Brigade 37 "Freistaat Sachsen".

Brigadegeneral Gunnar Brügner (52, 2.v.r.) zeigt Staatssekretär Thomas Silberhorn (51, r.) die technischen Feinheiten der Gewehre G36 und MG5.
Brigadegeneral Gunnar Brügner (52, 2.v.r.) zeigt Staatssekretär Thomas Silberhorn (51, r.) die technischen Feinheiten der Gewehre G36 und MG5.  © Kristin Schmidt

Sie wird ab 2023 die NATO-Speerspitze eines schnellen Eingreifverbandes sein. Im Verteidigungsfall müsste sie dann in 72 Stunden an der Front stehen.

"Russische Nadelstiche im Netz nehmen zu. Estland, Lettland und Litauen müssen die Botschaft hören, dass die NATO hinter ihnen steht. Deswegen schaut Osteuropa auch nach Berlin", motivierte Silberhorn, der für Haushalt und Rechnungsprüfung im Verteidigungsministerium zuständig ist.

Nach "Lagebesprechung" im getarnten Gefechtsstand stellte der Afghanistan-erfahrene Kommandeur Gunnar Brügner (52) Panzergrenadiere, Pioniere, Fernmelder, Aufklärer und Logistiker vor: "Jeder Soldat hat sein Spezialgebiet, aber alle können kämpfen. Schon aus Selbstschutz. Die Kameradschaft ist groß."

Beim Material gebe es noch Bedarf, aber 440 PS starke Transportfahrzeuge seien schneller da als geplant.

Den "Marienberger Jägern", die seit 2017 mit 330 Frau und Mann in Litauen präsent sind, versprach Silberhorn: "Ich komme wieder!"

Aufsitzen, durchladen, entsichern! Die "Marienberger Jäger", hier im Schützenpanzer "Marder", sind eine auslandserfahrene Kampftruppe.
Aufsitzen, durchladen, entsichern! Die "Marienberger Jäger", hier im Schützenpanzer "Marder", sind eine auslandserfahrene Kampftruppe.  © Kristin Schmidt
Kommunikation gewinnt Kriege: Oberstabsgefreiter B. Birnschein (30) im mobilen Gefechtsführungsstand des "Boxers".
Kommunikation gewinnt Kriege: Oberstabsgefreiter B. Birnschein (30) im mobilen Gefechtsführungsstand des "Boxers".  © Kristin Schmidt

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