ElbePark darf sonntags nicht mehr öffnen

ElbePark-Centermanager Gordon Knabe ist stinksauer auf die Stadt.
ElbePark-Centermanager Gordon Knabe ist stinksauer auf die Stadt.

Von Dirk Hein

Dresden - Die großen Einkaufscenter am Stadtrand sind außer sich vor Wut. Der Grund: Im nächsten Jahr dürfen sie an den verkaufsoffenen Sonntagen nicht mehr öffnen. Das ist künftig nur noch den Händlern in der direkten Innenstadt erlaubt.

Darauf hat sich die neue Mehrheit im Stadtrat aus Linke, Grüne und SPD geeinigt.

Für ElbePark-Manager Gordon Knabe (38) ein Desaster: „Es ist eine abartig schlechte Visitenkarte, die Dresden als Landeshauptstadt da abgibt.“

„Wir stehen im permanenten Wettbewerb mit Online-Händlern. Es droht eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung“, so Knabe weiter.

Im Gegensatz zu den Einkaufspassagen am Stadtrand sollen die Innenstadt-Händler (Altmarkt-Galerie, Centrum-Galerie etc.) 2015 zumindest an einem - noch nicht festgelegten - Adventssonntag öffnen dürfen.

Hinter den Kulissen hatten Linke, Grüne und SPD seit Wochen um das Thema Sonntagsöffnungszeiten gerungen.

Schon früh hatte Linke-Chef André Schollbach (36) im Alleingang erklärt, dass mit den neuen Mehrheiten sonntags keine offenen Geschäfte zu machen sind.

Vor allem Grünen-Chef Michael Schmelich (60) hatte sich für zwei offene Sonntage als Kompromiss eingesetzt.

Doch Linke und SPD machten erneut deutlich, dass mit ihnen kein einziger stadtweit verkaufsoffener Sonntag zu beschließen sei.

Blieben als Kooperationpartner für die Grünen lediglich CDU, FDP und AfD übrig. Vor allem ein Bündnis mit der AfD hätte aber für erheblichen Knatsch mit Linken und SPD gesorgt.

Jetzt also der Kompromis: Innenstadt JA, Stadtrand NEIN.

Fotos: Christian Suhrbier, ThomasTürpe


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