Serien-Vergewaltiger schlug immer wieder Sonntagfrüh zu

Lübeck - Ein 29 Jahre alten Mann, dem zwei versuchte und zwei vollendete Vergewaltigungen vorgeworfen werden, muss sich von Dienstag an vor dem Lübecker Landgericht verantworten.

Ein 29-Jähriger muss sich ab Dienstag vor dem Landgericht in Lübeck wegen Vergewaltigungsvorwürfen verantworten.
Ein 29-Jähriger muss sich ab Dienstag vor dem Landgericht in Lübeck wegen Vergewaltigungsvorwürfen verantworten.  © dpa/Christophe Gateau

Der aus dem Irak stammende Mann soll zwischen Mai und August 2018 im Bereich der Lübecker Innenstadt Frauen überfallen und angegriffen haben (TAG24 berichtete).

Alle Taten ereigneten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft an Sonntagen zwischen 5.30 und 6 Uhr.

Ob das Zufall oder Absicht war, muss der Prozess klären.

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Bei der ersten Tat Mitte Mai soll der Angeklagte eine 24 Jahre alte Frau unter den Arkaden an der Lübecker Marienkirche vergewaltigt haben.

Zwei Monate später soll er ganz in der Nähe versucht haben, eine 32 Jahre alte Frau auf offener Straße zu vergewaltigen.

Eine Woche später soll er eine 17-Jährige niedergeschlagen und sich in einem Gebüsch an ihr vergangen haben.

Mit einem Urteil des Landgerichts Lübeck im Prozess gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger wird Mitte Februar gerechnet.
Mit einem Urteil des Landgerichts Lübeck im Prozess gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger wird Mitte Februar gerechnet.  © dpa/Markus Scholz

Die letzte Tat soll sich Ende August auf einem Wanderweg an der Trave am Rande der Altstadt ereignet haben.

Da soll der Angeklagte eine 31 Jahre alte Joggerin zu Boden gestoßen haben, um sie zu vergewaltigen.

Eine Zeugin kam der Frau zu Hilfe, sodass der 29-Jährige flüchtete.

Die 31-Jährige erkannte den Mann den Angaben zufolge am 28. August beim Einkaufen wieder und verständigte die Polizei, die ihn festnahm (TAG24 berichtete).

Der Angeklagte hat die Vorwürfe nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Ermittlungsverfahren zurückgewiesen.

Allerdings seien in allen vier Fällen DNA-Spuren des Angeklagten an den Körpern und der Kleidung der Opfer sichergestellt worden, die seine Täterschaft belegten.

Zu dem Prozess sind bislang 17 Zeugen und eine Sachverständige geladen. Ein Urteil wird Mitte Februar erwartet.

Titelfoto: dpa/Christophe Gateau

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