Zwischenzeugnis der HSV-Neuzugänge: Vier Volltreffer und Verletzungspech

Hamburg - Im Volksparkstadion fragt keiner mehr nach Douglas Santos oder Pierre-Michel Lasogga. Der Grund: Einige Neuzugänge haben direkt voll eingeschlagen. TAG24 liefert einen Überblick, wer die neuen HSV-Stars sind und für wen es noch nicht rund lief.

Volltreffer

Tim Leibold, Adrian Fein, Lukas Hinterseer und Sonny Kittek (von links nach rechts) haben beim Hamburger SV voll eingeschlagen.
Tim Leibold, Adrian Fein, Lukas Hinterseer und Sonny Kittek (von links nach rechts) haben beim Hamburger SV voll eingeschlagen.  © Fotomontage: Uli Deck/dpa, Axel Heimken/dpa, Chris

Trainer Dieter Hecking, Sport-Vorstand Jonas Boldt und Sport-Direktor Michael Mutzel haben ein goldenes Händchen bewiesen.

Dank Lukas Hinterseer und Tim Leibold fragt keiner mehr nach Pierre-Michel Lasogga oder Douglas Santos.

Hinterseer überzeugte bisher nicht nur mit seinem zwei Treffern in der Liga, sondern bringt sich auch gut ins Kombinationsspiel der Mannschaft mit ein.

Er hält die Bälle mit dem Rücken zum Tor, lässt sie klatschen oder sucht selbst den Abschluss. So viel Flexibilität hatte man beim HSV lange Zeit vermisst.

Linksverteidiger Leibold überzeugt, wie sein brasilianischer Vorgänger, sorgt mit seinen Standards für Gefahr und bringt sich immer wieder mit ins Offensivspiel der Hamburger ein.

Im Angriff überzeugt zudem Sonny Kittel. Von Absteiger FC Ingolstadt gekommen, ist Zehner aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken.

Fast jede gefährliche Toraktion läuft über den 26-Jährigen. Kein Wunder, dass er nach fünf Spielen schon vier Tore und eine Vorlage auf seinem Konto hat.

Kittel profitiert allerdings auch von Adrian Fein, der ihm den Rücken frei hält. Der Sechser ist eine der Entdeckungen in dieser Zweitliga-Saison. Die 20-jährige Bayern-Leihgabe zieht geschickt die Fäden und ist sich für keinen Zweikampf zu schade.

Der Lohn: Fein debütierte in der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Mit Luft nach oben

Daniel Heuer Fernandes ist beim HSV die neue Nummer eins.
Daniel Heuer Fernandes ist beim HSV die neue Nummer eins.  © Carmen Jaspersen/dpa

Mit seiner Verpflichtung war schnell klar: Daniel Heuer Fernandes ist die neue Nummer eins im HSV-Tor. Ganz unumstritten ist er allerdings nicht.

Im ersten Spiel gegen Ex-Club Darmstadt ließ er vor dem Gegentor unglücklich abprallen, gegen Nürnberg fiel er mit Unsauberkeiten im Spiel mit dem Ball auf und auch gegen Karlsruhe war der ein oder andere Wackler zu sehen. Ein solider Start, mehr aber auch nicht.

Bei Jeremy Dudziak und David Kinsombi lässt sich sagen: Des einen Freud, ist des anderen Leid.

Dudziak startete gut in die Saison und wurde in den im Laufe der Partien gegen Kinsombi ausgetauscht.

Nun scheint sich der Neuzugang aus Kiel allerdings gefangen und die Rolle im Mittelfeld übernommen zu haben. Nur gegen Bochum standen beide gemeinsam auf dem Platz.

Kinsombi hat sich von seiner schweren Verletzung erholt und mit einem Tor gegen Hannover belohnt. Dudziak blieb die Zuschauerrolle - wahrscheinlich auch im Derby gegen Ex-Club St. Pauli.

Jan Gyamerah hat sich auf der rechten Verteidigerposition hingegen von Beginn an etabliert. Er macht die Seite dicht und bringt sich ordentlich mit ins Angriffsspiel der Hamburger ein. Zum Vorbild sollte er sich Kollege Leibold nehmen, der über außen noch mehr Druck überzeugt.

Keine Bewertung möglich

Ewerton (links) und Timo Letschert absolvierten bisher meist nur Rehamaßnahmen.
Ewerton (links) und Timo Letschert absolvierten bisher meist nur Rehamaßnahmen.  ©  Fotomontage: imago images / Michael Schwarz

Eigentlich sollten Ewerton und Timo Letschert die Abwehr dicht machen, doch das Kapitel Hamburger SV hätte für die beiden nicht schlechter beginnen können.

Eine Verletzung setzte sie außer Gefecht, erholt haben sich beide davon noch nicht. Sie werden Trainer Hecking und dem Team weiterhin fehlen.

Mit ähnlicher großer Hoffnung hatten die Verantwortlichen Xavier Amaechi von Arsenal London geholt. Bisher konnte der 18-Jährige sein Können aber nur im Pokalspiel beim Chemnitzer FC für 20 Minuten zeigen.

Ansonsten drückte er die Ersatzbank. Das große Trara, das um den Transfer gemacht wurde, hat sich bisher noch nicht ausgezahlt. Aber der Junge ist auch erst 18 Jahre alt und hat die Zukunft noch vor sich.

Zu guter Letzt verstärkte Martin Harnik den derzeitigen Zweitliga-Tabellenführer. Immerhin durfte er gleich im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg ran und rettete dem HSV mit seinem ersten Treffer gleich das Remis. So kann es weitergehen.

Mehr zum Thema HSV:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0