"Beleidigung für wahre Vergewaltigungsopfer": Sophia Thomalla ätzt gegen #metoo

Bei Maischberger sorgte Sophia Thomalla mit ihren Äußerungen zur #metoo-Kampagne für den Aufreger des Abends.
Bei Maischberger sorgte Sophia Thomalla mit ihren Äußerungen zur #metoo-Kampagne für den Aufreger des Abends.

Köln - Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, ist es für die TV-Sender Zeit für einen Jahresrückblick. Auch Sandra Maischberger wagte mit ihren Gästen ein politischen Blick auf 2017. Für den Aufreger des Abends sorgte Sophia Thomalla. Sie hält die #metoo-Kampagne für übertrieben.

Neben Trump, G20 und der Türkei kam Sandra Maischberger auch auf die sexuelle Belästigung von Frauen und der daraus entstandenen #metoo-Kampagne zu sprechen. Daraufhin legte Thomalla los: "Diese ganze Kampagne ist eine Beleidigung für die wahren Vergewaltigungsopfer. "

Ins Rollen kam die Kampagne nachdem die Vorwürfe gegen Hollywood-Mogul Harvey Weinstein bekannt wurden. Seit Oktober melden sich immer mehr Frauen unter dem Hashtag #metoo, die Opfer sexueller Belästigung wurden - nicht nur in Hollywood.

"Es ist traurig, dass wir Frauen unseren Schmerz zur Schau stellen müssen, damit uns überhaupt jemand zuhört", beklagte sie sich. "Wer als Frau ständig gegen Sexismus wettert, hat offenbar noch nie ein Kompliment bekommen". Auch für die 28-Jährige ist die zum Teil heftige Diskussion wohl ein heikles Thema. "Wenn ich mich über einen Vergewaltigungswitz aufrege, bin ich eine Femi-Nazi. Wenn ich mich öffentlich dazu bekenne, dass ich vergewaltigt wurde, dann bin ich auf einmal die gebrochene Blume, die Schutz braucht!"

Und weiter: "Wenn ich aber einfach nur stark bin und weiß, dass ich niemandem sexuell zu Willen sein muss, um beruflich Karriere zu machen, dann bin ich einfach nicht im Bilde, oder nicht gebildet genug, oder habe keine Ahnung von dem Thema."

Dass Hollywood-Stars wie Gwyneth Paltrow, die selbst Opfer sexueller Belästigung wurde, erst im Zuge der Kampagne auspacken, könne sie nicht nachvollziehen: "Wir leben ja nicht mehr im Mittelalter! Man hätte auch vor zwanzig Jahren schon Nein sagen können! Das finde ich verlogen."


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