Wütende Dorfbewohner schlachten fast 300 Krokodile: Das ist der Grund

Sorong Regency (Indonesien) - Indonesische Dorfbewohner stürmen eine Zuchtfarm für Krokodile und töten fast 300 Tiere. Der Grund dafür ist nicht minder blutig.

Nach der blutigen Attacke war kein Krokodil mehr am Leben. (Symbolbild)
Nach der blutigen Attacke war kein Krokodil mehr am Leben. (Symbolbild)  © 123RF

Die Einheimischen wollten den Tod eines Mannes rächen, der von einem der Tiere angefallen und totgebissen worden war. Wie Reuters berichtet, seien die Männer mit Messern, Hämmern und Keulen auf die Krokodile losgegangen und hätten 292 von ihnen geschlachtet.

Der Überfall ereignete sich im Sorong-Distrikt der ostindonesischen Provinz West-Papua. Dort sei zuvor ein 48-Jähriger in die Krokodilfarm eingedrungen und habe wahrscheinlich Gras für Tierfutter gepflückt, als er attackiert wurde.

"Ein Mitarbeiter hörte jemanden um Hilfe schreien, er ging schnell dorthin und sah ein Krokodil jemanden angreifen", sagte Basar Manullang, Leiter der indonesischen Naturschutzbehörde in West-Papua. Nach der Beerdigung des Mannes am vergangenen Samstag sinnten die Dorfbewohner offenbar auf Rache.

Die Angreifer müssen sich nun für ihre Tat verantworten. Aber auch die Zuchtfarm für geschützte Salzwasser- und Neuguinea-Krokodile muss sich erklären. Denn eine Bedingung für die Zucht sei gewesen, dass die Reptilien die Gemeinschaft nicht stören, erklärt Manullang.

"Um dies zu verhindern, müssen die Inhaber von Landwirtschaftslizenzen die umliegenden Gebiete absichern." Seine Agentur arbeite eng mit der Polizei zusammen, um die Sache aufzuklären.

In diesem Zusammenhang betonte der Naturschutzexperte aber zugleich: "Krokodile sind Gottes Geschöpfe, die auch beschützt werden müssen."

Titelfoto: 123RF


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