12-Millionen-Euro-Plan: Rathaus soll Grundstücke für Sozialwohnungen kaufen

Dresden - Linke, Grüne und SPD wollen steigenden Mieten entgegenwirken und den sozialen Wohnungsbau in der Stadt stärken.

Wollen bezahlbares Wohnen stärken: Michael Schmelich (64, Grüne, v. l.), Linken-Chef André Schollbach (40) und Vincent Drews (31, SPD).
Wollen bezahlbares Wohnen stärken: Michael Schmelich (64, Grüne, v. l.), Linken-Chef André Schollbach (40) und Vincent Drews (31, SPD).  © Norbert Neumann

Dafür wollen sie für die kommunale Wohnungsbaugesellschaft (WiD) zwölf Millionen Euro lockermachen, so weiteren Ankauf von Immobilien und Grundstücken ermöglichen.

"Die Preis-Spirale dreht sich kontinuierlich nach oben", sagt Linken-Chef André Schollbach (40).

Problematisch seien vor allem die im Neubau errichteten Wohnungen, die im Mittel für mehr als 10 Euro pro Quadratmeter vermietet würden. Damit würden die neuen Wohnungen die Lage nicht dämpfen, sondern befeuern, so Schollbach.

Laut SPD-Stadtrat Vincent Drews (31) ist der Anteil günstiger Wohnungen (unter 5 Euro pro Quadratmeter) in den vergangenen zwei Jahren von 14 auf 7 Prozent gefallen.

"Selbst wenn Investoren heute Gebäude mit Sozialwohnungen errichten, so sind sie nur 15 Jahre daran gebunden", warnt Michael Schmelich (64, Grüne). Auch darum müsse die Stadt selbst neue Grundstücke erwerben, so bezahlbare Mietpreise (um 6,50 Euro pro Quadratmeter) gewährleisten.

Die WiD soll laut Antrag 2019 und 2020 mit je sechs Millionen Euro aus der Haushaltsreserve gestärkt werden. Im Februar soll der Stadtrat entscheiden. Laut Antragstellern gehe es um eine wichtige Säule für den sozialen Frieden der Stadt.

Titelfoto: Norbert Neumann

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