So dreist betrog diese Buchhalterin ihren Arbeitgeber

Freital/Dippoldiswalde - Das war dreist! Nachdem sich Janette S. (35) im Dezember 2017 erst mit einem gefälschten Zeugnis einen Job beim Soziokulturellen Zentrum Freital erschlichen hatte, ergaunerte die Buchhalterin sich binnen weniger Monate knapp 4000 Euro von dem Verein. Dafür musste sich die dreifache Mutter gestern wegen Untreue, Computerbetrug und Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Dippoldiswalde verantworten.

Janette S. (35) wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.
Janette S. (35) wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.  © Holm Helis

Dort räumte sie alle Vorwürfe ein. Als Grund wurde Druck durch den Lebensgefährten genannt. Zum "Stressabbau" habe ihre Mandantin angefangen zu spielen, um so zu Gewinnen zu kommen, sagte ihre Anwältin.

Statt zu gewinnen, habe sie jedoch eine Sucht entwickelt und Geld verloren. Die unterschlagene Summe wurde dann gebraucht, um die Miete zu zahlen.

Um an das Geld zu kommen, setzte S. eine beachtliche kriminelle Energie frei. Es wurden Rechnungen gefälscht und dann auch bezahlt.

Der Trick dabei: Als Empfänger gab S. verschiedene Firmen an, die IBAN gehörte zum Konto ihres Sohnes. Aufgefallen sei das nur durch einen Zufall, sagt Vereins-Geschäftsführerin Kerstin Mager-Baran (47), ohne weitere Details zu nennen.

Als die Untreue aufgeflogen war, überprüfte der Verein auch das IHK-Zeugnis, mit dem sich S. beworben hatte. Ergebnis: Vier Noten waren gefälscht. Zweimal wurde dabei aus einer Vier eine Eins.

Das Urteil: 2550 Euro Geldstrafe. Außerdem muss sie den Schaden ersetzen und die Kosten des Verfahrens tragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zur Tatzeit im ersten Halbjahr 2018 saß der Verein im Kulturhaus Freital.
Zur Tatzeit im ersten Halbjahr 2018 saß der Verein im Kulturhaus Freital.  © Holm Helis

Titelfoto: Holm Helis

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