Sparkasse kündigt Sparverträge: Nun wehren sich die ersten Kunden!

Nürnberg - Nun steht es fest: Nürnberger Sparkassen-Kunden klagen gegen die Kündigung ihrer Sparverträge. Es seien bisher etwa 15 bis 20 Klagen eingegangen, sagte die zuständige Gerichtssprecher Friedrich Weitner am Donnerstag.

Die Sparkasse hatte im Juli mehrere Tausend Prämiensparverträge gekündigt. (Symbolbild)
Die Sparkasse hatte im Juli mehrere Tausend Prämiensparverträge gekündigt. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

"Ich rechne damit, dass noch weitere kommen werden", führte Weitner weiter aus.

Der Bayerische Rundfunk hatte zuvor darüber berichtet, dass Kunden die Kündigung der vor mehr als 15 Jahren abgeschlossenen Prämiensparbücher nicht hinnehmen wollen und die Bank deshalb folglich auf Fortzahlung verklagen.

Die Sparkasse hatte im Juli mehrere Tausend Prämiensparverträge gekündigt. Die Münchner Sparkasse zog im September nach und kündigte auf einen Schlag 28.000 Sparverträge von Kunden.

Voraussichtlich erst im kommenden Jahr werden die Nürnberger Gerichte nach Angaben von Weitner die Klagen verhandeln. Je nach Streitwert, also der Höhe der eingezahlten Summe, beschäftigt sich das Landgericht oder das Amtsgericht damit.

Auf die Richter könnte noch viel Arbeit zukommen, sollten sich weitere Kunden gerichtlich wehren: Jede Klage müsse einzeln verhandelt werden, sagte Weitner.

Nürnberger Sparkassen-Kunden klagen gegen die Kündigung ihrer Sparverträge. (Symbolbild)
Nürnberger Sparkassen-Kunden klagen gegen die Kündigung ihrer Sparverträge. (Symbolbild)

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