Kein Geld! Kippt jetzt das neue Sozialticket, Herr Seidel?

Jens Matthis (48, Die Linke) glaubt nicht daran, dass das Sozialticket jetzt noch scheitert.
Jens Matthis (48, Die Linke) glaubt nicht daran, dass das Sozialticket jetzt noch scheitert.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Die Stadt muss sparen, im Zweifel auch bei Bedürftigen. Deshalb stoppte Sozialbürgermeister Martin Seidel (39, parteilos) jetzt das ab November geplante Sozialticket. Das Projekt von Rot-Rot-Grün (RRG) steht auf der Kippe.

Geringverdiener sollten günstiger durch Dresden düsen: Die Monatskarte in Dresden kostet derzeit 58 Euro - mit dem neuen Sozialticket wären es nur noch 43,50 Euro.

Doch jetzt teilte Bürgermeister Seidel, der nur noch wenige Tage im Amt ist, den Fraktions-Chefs mit: Wegen der geltenden Haushaltssperre müsse das Vorhaben verschoben werden.

Doch RRG will nicht aufgeben: „An den 60.000 Euro pro Monat wird der Haushalt nicht scheitern. Ich gehe davon aus, dass der Stadtrat das Ticket zum 1. November einführen wird“, so Stadtrat Jens Matthis (48, Die Linke).

Auch Michael Schmelich (60, Die Grünen) sieht das RRG-Projekt Sozialticket nicht in Gefahr.

„Wir werden es mit unserer Mehrheit einführen. Wir werden uns mit dem Haushalt beschäftigen müssen, aber nicht an dieser Stelle“, so der Sprecher für Soziales in seiner Partei.

Sie müssen noch bis 11. September durchhalten - Seidels letzter Arbeitstag …

Sozialbürgermeister Martin Seidel (39, parteilos) will das Sozialticket kippen.
Sozialbürgermeister Martin Seidel (39, parteilos) will das Sozialticket kippen.

Fotos: imago/Sven Ellger, Ove Landgraf, Thomas Türpe


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