Spaziergängerin macht im Wald kuriose Entdeckung

Hamburg - Eine Spaziergängerin macht in einem Hamburger Wald eine so exotische wie kuriose Entdeckung – allerdings eine der unschönen Art.

Der Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main hält zwei am Flughafen Frankfurt sichergestellte Nashorn-Hörner in den Händen.
Der Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main hält zwei am Flughafen Frankfurt sichergestellte Nashorn-Hörner in den Händen.  © DPA

Offenbar fand die Frau, die mit ihrem Hund im Hamburger Staatsforst unterwegs war, beim Gassigehen das Horn eines Rhinozeros. Das Hamburger Abendblatt berichtete, dass das Horn einen Schwarzmarktwert von mehreren Hunderttausend Euro hätte.

Das Horn lag in eine Zeitung und in eine Plastiktüte gewickelt am Wildschutzzaun der A7 im Stadtteil Hamburg-Harburg, wie die Polizei am Mittwoch bestätigte. "Wir vermuten, dass es aus einem Auto geworfen wurde, da sich die Fundstelle unterhalb einer Brücke über die Autobahn 7 befindet", erklärte ein Polizeisprecher.

"Wilderer bejagen die streng geschützten Tiere. Vor allem in Südafrika, im Krüger Nationalpark werden pro Jahr Schätzungen des WWF zufolge bis zu 1000 Breitmaulnashörner erlegt", heißt es beim Abendblatt.

International agierende Banden plünderten außerdem deutschlandweit Museen auf der Suche nach dem begehrten Horn – auch in Hamburg: Bei einem Einbruch 2011 im Zoologischen Museum hätten Diebe "sechs bis sieben Rhinozeros-Hörner" ergattert, berichtet der Leiter der Abteilung für Säugetiere im Centrum für Naturkunde der Uni Hamburg, Professor Thomas Kaiser, der Zeitung.

Das 45 Zentimeter lange Horn wurde kriminaltechnisch untersucht und die Fachdienststelle Artenschutz ermittelt jetzt in dem Fall. Wie das Horn in das Waldstück gelangen konnte, blieb vorerst unklar. Ob es sich um ein aus dem Museum entwendetes Horn handelt, oder ob Wilderer ihre Beute über den Norden Deutschlands schmuggeln, ist ebenfalls nicht klar.

Das Horn ist vor allem in Asien äußerst begehrt, da ihm potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird. Mit dem illegalen Handel werden weltweit Millionen umgesetzt.

Arbeiter der Ermittlungsstelle für Umweltkriminalität von den SANParks führen im Kruger National Park Skukuza eine Untersuchung an einem Nashorn durch, das wegen seiner Hörner getötet wurde.
Arbeiter der Ermittlungsstelle für Umweltkriminalität von den SANParks führen im Kruger National Park Skukuza eine Untersuchung an einem Nashorn durch, das wegen seiner Hörner getötet wurde.  © dpa (Symbolbild)

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