Live-Ticker zur Landtagswahl in Brandenburg: SPD gewinnt Wahl vor AfD

Brandenburg - Die Wahlkabinen haben gerufen: Am Sonntag, dem 1. September 2019, waren Landtagswahlen in Brandenburg!

Endergebnis der ARD.
Endergebnis der ARD.  © TAG24

Es war spannend wie nie. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und AfD zeichnete sich ab, das die Sozialdemokraten für sich entschieden.

TAG24 fasst alle Ergebnisse aktuell zusammen.

Alle Zahlen, Umfragen, Hochrechnungen auf einen Blick: Über die Wahlergebnisse der Landtagswahl Brandenburg berichteten wir hier live.

Die Auszählung der einzelnen Wahlkreise dauerte jedoch bis tief in die Nacht.

Verpasst keine Infos und lest hier noch einmal alle Infos und Reaktionen zur Landtagswahl Brandenburg 2019 nach.

22.30 Uhr: SPD gewinnt Brandenburg-Wahl, AfD ist zweitstärkste Partei

Die SPD hat die Landtagswahl in Brandenburg trotz deutlicher Verluste gewonnen. Die Partei von Ministerpräsident Dietmar Woidke (57) kommt nach Auszählung aller Wahlkreise am Sonntagabend auf 26,2 Prozent der Zweitstimmen vor der AfD mit 23,5 Prozent. Die CDU erreicht 15,6 Prozent, die Grünen kommen auf 10,8 Prozent, die Linke erzielt 10,7 Prozent, die Freien Wähler liegen bei 5,0 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,1 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

21:45 Uhr: AfD-Chef Gauland sorgt mit TV-Interview vor Anti-Rassismus-Plakat für Irritationen

 Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, fasst sich nach dem Eintreffen am Landtag an den Kopf.
Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, fasst sich nach dem Eintreffen am Landtag an den Kopf.  © Christophe Soeder/dpa

Nichtsahnend hat AfD-Chef Alexander Gauland (78) im ZDF ein Interview vor einem Plakat gegeben, das rassistisches Gedankengut anprangert.

Während der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei am Sonntagabend auf Fragen der ZDF-Journalistin Britta Schausten antwortete, wurde hinter ihm, durch eine Glaswand, ein selbstgemaltes Plakat in die Höhe gereckt mit der Aufschrift: "Rassisten sind keine Alternative" - offensichtlich in Anspielung auf die "Alternative für Deutschland".

Auch bei Interviews anderer Politiker war das Schild während der Live-Übertragung zu sehen.

21:30 Uhr: Aktuelle ZDF-Hochrechnung

Laut der Hochrechnung von 21 Uhr liegt die SPD vorn. Sie erhält 26,2 Prozent und verzeichnet damit ein Minus von 5,7 Prozent. Knapp dahinter landet die AfD. Die Partei um Spitzenkandidat Andreas Kalbitz kommt auf 23,6 Prozent mit einem Plus von 11,4 Prozent. Es folgt die CDU, die auf 15,5 Prozent (-7,5 Prozent) kommt.

Die Linke schmiert auf 10,7 Prozent (-7,9 Prozent) ab. Die Grünen legen auf 10,7 Prozent zu (+4,5 Prozent). Die Freien Wähler kommen auf 5,0 Prozent (+2,3 Prozent) und könnten sich so einen Einzug in den Landtag sichern. Die FDP muss mit 4,1 Prozent zittern und scheitert demnach an der Fünf-Prozent-Hürde (+2,6 Prozent).

21:19 Uhr: Martin Schulz gratuliert Dietmar Woidke

Noch vor dem Endergebnis, das nicht vor Mitternacht zu erwarten ist, hat Martin Schulz (63, SPD) dem Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (57) zum Wahlsieg gratuliert. "Herzlichen Glückwunsch an Dietmar Woidke und die Brandenburger SPD!", schrieb der Poliitiker nach der 18-Uhr-Hochrechnung auf Twitter.

Und weiter heißt es in dem Tweet: "Vor allem aber an Brandenburg: Das Land behält einen starken Ministerpräsidenten, der für ein offenes und soziales Brandenburg steht. So wird es weiter aufwärts gehen."

20:41 Uhr: SPD bleibt stärkste Kraft im Wahlkreis 19

Wie die Pressestelle der Landeshauptstadt Potsdam in einem ersten vorläufigen Endergebnis via Twitter mitteilte, rangiert in Werder (Havel) die CDU mit 23,7 Prozent kurz hinter der SPD (24,4 Prozent). Beim Ergebnis der Zweitstimmen kommt die SPD mit 24,8 Prozent vor der CDU (19,3 Prozent). Die AfD schaffte 18,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,4 Prozent.

20.18 Uhr: 20-Uhr-Hochrechnung

Laut der Hochrechnung von 20 Uhr liegt die SPD vorn. Sie erhält 26,1 Prozent und verzeichnet damit ein Minus von 5,8 Prozent. Knapp dahinter landet die AfD. Die Partei um Spitzenkandidat Andreas Kalbitz steigert sich, kommt auf 23,8 Prozent mit einem Plus von 11,5 Prozent. Es folgt die CDU, die auf 15,7 Prozent (-7,3 Prozent) kommt.

Die Linke schmiert auf 10,7 Prozent (-7,9 Prozent) ab. Die Grünen legen auf 10,6 Prozent zu (+4,4 Prozent). Die Freien Wähler kommen auf 5,0 Prozent (+2,3 Prozent) und könnten sich so einen Einzug in den Landtag sichern. Die FDP muss mit 4,4 Prozent zittern und scheitert demnach an der Fünf-Prozent-Hürde (+2,9 Prozent).

20.12 Uhr: CDU-Generalsekretär spricht von einem bitteren Wahlergebnis

Der Generalsekretär der Brandenburger Christdemokraten hat von einem bitteren Wahlergebnis für die CDU gesprochen. "So haben wir uns das nicht gewünscht", sagte Steeven Bretz.

"Offensichtlich haben Wähler ihre Stimme der SPD geliehen, um ein Erstarken der AfD zu verhindern." Die CDU sei sich der Verantwortung gegenüber ihren Wählern bewusst, die der Partei ihr Mandat gegeben haben. "Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen", sagte er.

Der Abgeordnete Steeven Bretz (CDU) spricht im Brandenburger Landtag. (Archivbild)
Der Abgeordnete Steeven Bretz (CDU) spricht im Brandenburger Landtag. (Archivbild)  © Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

19.53 Uhr: Ergebnis einer Wahlanalyse: Woidke und SPD verzeichnen gesunkene Popularität

Die SPD und Ministerpräsident Dietmar Woidke (57) haben in Brandenburg laut einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen eine gesunkene Popularität zu spüren bekommen. Der Regierungschef kam beim persönlichen Ansehen auf 1,6 Punkte auf einer Skala von plus 5 bis minus 5, wie die Meinungsforscher am Sonntagabend in Mannheim mitteilten.

Das sei schlechter als bei der Wahl vor fünf Jahren, aber immer noch deutlich positiver gewesen als die Werte aller anderen bekannten Spitzenpolitiker im Land. Auch die Zufriedenheit mit der Landes-SPD ging zurück, lag aber über dem Niveau der Bundes-SPD.

Bei den wichtigsten Themen Infrastruktur und Bildung bekam die SPD laut der Analyse die größte Kompetenz zugeschrieben, ebenso bei Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit. Die CDU punktete nur bei Arbeitsplätzen, die AfD bei der Ausländerpolitik. Die Zahlen basieren den Angaben zufolge auf einer Telefonbefragung der Forschungsgruppe Wahlen unter 1059 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in der Woche vor der Wahl und der Befragung von 16.001 Wählern am Sonntag.

19.28 Uhr: Aktuelle Hochrechnung laut infratest dimap für die ARD

Die SPD erhält 26,5 Prozent (-5,5 Prozent). Die CDU rutscht auf 15,5 Prozent (-7,6 Prozent). Die Linke kommt auf 10,4 Prozent (-8,2 Prozent). Die AfD steigert sich auf 23,8 Prozent (+11,6 Prozent). Die Grünen legen auf 10,2 Prozent zu (+ 4 Prozent). Die Freien Wähler kommen auf 5,1 Prozent (+2,4 Prozent). Die FDP scheitert mit 4,5 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde (+ 3 Prozent).

19.14 Uhr: Gründen-Chef Habeck urteilt: "Fantastisches Ergebnis" für die Grünen

Grünen-Chef Robert Habeck (49) hat sich sehr zufrieden über das Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg geäußert. "Wenn man es einordnet in den größeren Rahmen, ist es ein fantastisches Ergebnis. Das stärkste Ergebnis in beiden Ländern, das wir je hatten", sagte er am Sonntagabend im ZDF.

Das Ergebnis liege nun etwas unter den Umfragen der vergangenen Wochen, dies sei aber verständlich. In beiden Ländern seien potenzielle Grünen-Wähler zu den Regierungsparteien CDU beziehungsweise SPD gewechselt, um zu verhindern, dass die AfD stärkte Kraft wird. "Das ist nachvollziehbar", sagte er.

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesvorsitzender, freut sich mit einen Parteikollegen über die ersten Ergebnisse der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen.
Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesvorsitzender, freut sich mit einen Parteikollegen über die ersten Ergebnisse der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen.  © Annette Riedl/dpa

19.08 Uhr: AfD-Spitzenkandidat sieht harte Oppositionsarbeit vor sich

"Wir werden erstmal harte Oppositionsarbeit machen", sagte der brandenburgische AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz (46) am Wahlabend im RBB in Potsdam.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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