Es geht los! Baustart der neuen SPD-Parteizentrale

So soll das Herbert-Wehner-Haus aussehen.
So soll das Herbert-Wehner-Haus aussehen.  © SPD

Dresden - Baustart auf der seit Jahren brach liegenden Wiese zwischen Haus der Presse und Maritim-Hotel! Ab Montag lässt die SPD auf dem Areal an der Devrientstraße einen Bürokomplex errichten.

Das Herbert-Wehner-Haus soll die zukünftige Denkfabrik der sächsischen Sozialdemokraten werden. Die SPD will ihre Parteizentrale als Haus des Austausches und der Begegnungen nutzen. „Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Diskussionen werden im Herbert-Wehner-Haus Raum bekommen“, teilten die Genossen mit.

In den fünfstöckigen Bau mit rötlicher Fassade (rund 2000 Quadratmeter Bürofläche) werden neben SPD-Landesverband und Regionalgeschäftsstelle auch Arbeiterwohlfahrt (AWO), Herbert-Wehner-Bildungswerk und Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung einziehen.

Der Eingang wird an der Nordost-Seite (Richtung Landtag) errichtet. Gleich ans Foyer angeschlossen wird ein zweigeschossiger Saal, der auch für gemeinsame Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Gebäude wird von der Konzentration GmbH, der sozialdemokratischen Immobilienfirma, errichtet.

Bis Ende 2018 soll alles fertig sein, die Kosten liegen im mittleren einstelligen Millionenbereich. Spatenstich ist am Montag um 15.30 Uhr.

Wehner wurde in Dresden geboren

SPD-Grande aus Dresden: Herbert Wehner (1906-1990).
SPD-Grande aus Dresden: Herbert Wehner (1906-1990).  © DPA

Herbert Wehner wurde am 11. Juli 1906 als Sohn eines Schuhmachers in Dresden geboren. Er trat der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) bei, wurde Sekretär des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann (1886-1944).

1942 wurde er in Schweden verhaftet, brach mit dem Kommunismus. Dann machte er Karriere bei der SPD in Hamburg.

Von 1949 bis 1983 saß er im Bundestag, war Minister für Gesamtdeutsche Fragen, von 1969 bis 1983 Fraktions-Chef. Besonders der Erfolg der Ostpolitik Willy Brandts (1913-1992) und der Grundlagenvertrag mit der DDR waren Wehners Verdienst.

Er war wortgewaltig, legendär auch seine Provokationen: „Waschen Sie sich erst einmal. Sie sehen so ungewaschen aus“, rief Wehner einst einem Unionskollegen zu. Wehner starb am 19. Januar 1990 in Bonn.


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