SPD fordert: Leipzig soll LWB mit städtischem Baugrund versorgen

Die SPD will, dass die Verwaltung der LWB stadteigenen Baugrund zur Verfügung stellt.
Die SPD will, dass die Verwaltung der LWB stadteigenen Baugrund zur Verfügung stellt.  © LWB

Leipzig - Das Ziel ist ambitioniert: Um knapp 5000 Wohnungen soll der Bestand der stadteigenen LWB in den nächsten zehn Jahren wachsen. Die SPD will nun das Unternehmen mit städtischen Grundstücken versorgen.

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) soll diese von der Stadt als Kapitaleinlage erhalten. Ist das nicht möglich, soll die LWB ein Vorkaufsrecht genießen.

Dies fordert die SPD-Fraktion im Stadtrat in einem entsprechenden Antrag. Darin heißt es, Oberbürgermeister Burkhard Jung solle diese Optionen prüfen.

Darüber hinaus will die SPD auch bei den übrigen stadteigenen Unternehmen Baugrund für die LWB auftreiben. Demnach sollen Regelungen getroffen werden, dass zu verkaufende Grundstücke zuerst der LWB zum Kauf angeboten werden - sofern es sich um Baugrund handelt.

Hintergrund der SPD-Forderungen sind die neuen Eigentümerziele, die die Stadt dem Unternehmen auferlegt hat. Dabei setzten sich die Sozialdemokraten mit ihrer Idee durch, der LWB einen Bestand von 40.000 Wohnungen bis 2026 vorzuschreiben (TAG24 berichtete). Derzeit gehören dem Unternehmen knapp 35.100 Wohnungen.

Will die LWB das Ziel erreichen, müsste sie ab sofort jährlich 490 neue Wohnungen kaufen oder bauen. 2016 erwarb die LWB nach eigenen Angaben insgesamt 49 Wohnungen. Durch Neubau kam kein Wohnraum hinzu.

In diesem Jahr wollte die LWB ursprünglich 79 Wohnungen hinzukaufen, doch damit wäre das 40.000er-Ziel wohl schon in Gefahr.


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