Seit GroKo-Entscheidung: SPD laufen die Mitglieder davon

Berlin - Über 100 Tage ist die neue GroKo schon alt - auch wenn es aufgrund des Asyl-Streits zwischenzeitlich nicht so rosig aussah (TAG24 berichtete). Herrschte vor dem GroKo-Votum im Februar/März noch ein großer Migliederzuwachs, so ist dieser schon wieder Geschichte.

Seit dem Votum für die Große Koalition hat die SPD knapp 14.000 Mitglieder weniger.
Seit dem Votum für die Große Koalition hat die SPD knapp 14.000 Mitglieder weniger.  © DPA

Seit der Entscheidung über das Eintreten in die neue große Koalition hat die Partei nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) 13.853 Mitglieder verloren - zuvor waren seit Jahresbeginn 24.339 Menschen neu in die SPD eingetreten.

Am Mitgliederentscheid durften noch 463.723 Genossen teilnehmen. Bis Ende Juni schrumpfte die Mitgliederzahl dem Zeitungsbericht zufolge wieder auf 449.870. In der Entwicklung sind allerdings auch Sterbefälle enthalten.

Vor dem Mitgliedervotum hatten die GroKo-Gegner um den Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert dazu aufgerufen, in die SPD einzutreten, um zu verhindern, dass die Partei erneut eine Regierung mit CDU und CSU bildet (TAG24 berichtete).

Ein Parteisprecher sagte der Zeitung jetzt, unter dem Strich gebe es seit Jahresbeginn immer noch eine positive Entwicklung mit einem Plus von 6700 Mitgliedern. Damit setze sich der Wachstumstrend fort: Schon 2017 habe die SPD ein Plus von 10.000 Mitgliedern verzeichnet.


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