SPD-Politikerin Scheeres will "religiös neutrale" Lehrer in Klassen haben

Lehrer, die solche Symbole nicht ablegen wollten, hätten auch die Möglichkeit, an Berufsschulen zu wechseln.
Lehrer, die solche Symbole nicht ablegen wollten, hätten auch die Möglichkeit, an Berufsschulen zu wechseln.  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (47, SPD) hält trotz eines Vorstoßes der Grünen daran fest, dass Lehrer im Unterricht keine religiös geprägten Kleidungsstücke tragen dürfen.

"Gerade weil in der Berliner Schule viele Religionen und Weltanschauungen aufeinandertreffen, ist es wichtig, dass die Lehrkräfte neutral vor die Klassen treten", sagte sie der Berliner Morgenpost am Dienstag.

Die Grünen, die mit SPD und Linken in der Landesregierung sind, stellen das Berliner Neutralitätsgesetz infrage, wie TAG24 berichtete.

Dass muslimische Lehrerinnen kein Kopftuch tragen dürften, sei eine der Hürden für eine gelungene Integration, hatten die Grünen-Mitglieder auf einem Parteitag am Wochenende erklärt. Junge Muslimas der zweiten und dritten Generation erlebten das Gesetz als Berufsverbot.

Das Gesetz schreibt vor, dass Polizisten, Lehrer und Justizmitarbeiter im Dienst keine religiös geprägten Kleidungsstücke tragen dürfen.

Scheeres sagte, das Gesetz sei kein alleiniges Kopftuchverbot, sondern behandle alle Glaubensrichtungen unterschiedslos.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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