Nach SPD-Wahlerfolg in Brandenburg: Woidke spricht mit CDU über Koalition

Potsdam - Nach seinem Sieg bei der Landtagswahl in Brandenburg will Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zuerst mit der CDU über eine mögliche Koalition sprechen.

Die CDU, unter Leitung von Ingo Senftleben (r.), sei der stärkste Partner, sagte Dietmar Woidke (l.) am Montag in Berlin.
Die CDU, unter Leitung von Ingo Senftleben (r.), sei der stärkste Partner, sagte Dietmar Woidke (l.) am Montag in Berlin.

Die CDU sei der stärkste Partner, sagte Woidke am Montag in Berlin. "Wir brauchen eine stabile Regierung in Brandenburg." Sondierungen sollten wahrscheinlich noch in dieser Woche beginnen.

Die CDU werde aber nicht die einzige Partei sein, mit der die SPD reden werde: "Wir werden mit allen sondieren, die für eine Regierungsbildung infrage kommen."

Die SPD holte in Brandenburg 26,2 Prozent der Stimmen. Die AfD schaffte es mit 23,5 Prozent auf Platz zwei. Die CDU fiel mit 15,6 Prozent auf ihr schlechtestes Landesergebnis. Mit knapper Stimmenmehrheit könnte Woidke in einer rot-grün-roten Koalition weiterregieren. Auch ein Bündnis der SPD mit CDU und Freien Wählern oder mit CDU und Grünen wäre möglich.

"Das war gestern ein Abend mit gemischten Gefühlen", sagte Woidke. "Natürlich habe ich mich gefreut, auf den letzten Metern diese Wahl für die Brandenburger SPD zu gewinnen."

Das Ergebnis für die AfD mache ihm aber große Sorgen. Es müsse allen zu denken geben. Zum zufriedenstellenden Abschneiden der SPD beigetragen habe, dass die große Koalition im Bund gute Arbeit geleistet habe.

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