SPD will Drogenhandel stärker überwachen

Trotz regelmäßiger Polizeieinsätze wird am Wiener Platz noch immer kaum verdeckt mit Drogen gehandelt.
Trotz regelmäßiger Polizeieinsätze wird am Wiener Platz noch immer kaum verdeckt mit Drogen gehandelt.

Von Dirk Hein

Dresden - Trotz regelmäßiger Razzien wird am Wiener Platz weiter frech mit Drogen gehandelt. Die SPD macht die schwierige Sicherheitslage jetzt zum Thema im Stadtrat.

Zwischen Februar und Dezember 2015 fanden am Wiener Platz 25 Razzien statt. 89 Dealer wurden festgestellt. Wegen Handels oder Besitzes wurden beispielsweise 39 Tunesier geschnappt.

Gekauft haben in erster Linie Deutsche (18 Fälle). Das teilte die Polizei auf Anfrage des FDP-Stadtrates Jens Genschmar (47) mit.

„Trotz des erkennbaren Bemühens der Polizei hat sich nichts geändert. Es wird mehr oder weniger offen mit Drogen gehandelt“, sagt SPD-Chef Christian Avenarius (56). „Wenn Frauen abends überlegen, in der Gegend überhaupt noch zu parken, müssen wir als Stadt reagieren“, so Avenarius weiter.

Eine Forderung der SPD: mehr Personal für das Ordnungsamt, vor allem für die dort angesiedelten besonderen Einsatzgruppen. Videoüberwachung ist für Avenarius ein „Teilaspekt, der aber nicht überschätzt werden sollte“. Weitere Lösungsansätze: mehr Polizei, aber auch private Initiativen wie die erfolgreich getestete Citystreife.

Nächste Woche Donnerstag wird das Thema im Rahmen einer aktuellen Stunde im Stadtrat diskutiert.

Dagegen will SPD-Chef Christian Avenarius (56) jetzt vorgehen.
Dagegen will SPD-Chef Christian Avenarius (56) jetzt vorgehen.
Laut Polizeistatistik fanden am Wiener Platz 25 Razzien zwischen Februar und Dezember 2015 statt.
Laut Polizeistatistik fanden am Wiener Platz 25 Razzien zwischen Februar und Dezember 2015 statt.

Fotos: Christian Suhrbier (1), Thomas Türpe (2)


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