Auf die Plätze, shoppen, los!

Guter Dreh: Vor ihrem Einkaufsmarathon erspielte sich Julia am Glücksrad einen Einkaufswagen.
Guter Dreh: Vor ihrem Einkaufsmarathon erspielte sich Julia am Glücksrad einen Einkaufswagen.

Von Uwe Blümel

Dresden - „Der Preis ist heiß“, hieß es am Samstag beim Speed-Shopping im ElbePark. Wer schnell und clever war, konnte Waren im Wert von 1500 Euro absahnen.

Familie Emme aus Dresden-Niedersedlitz war extra wegen des auf 22 Grad herunter gekühlten ElbeParks zum Einkaufen gefahren. Doch daraus wurde nichts. Tochter Julia (20) wurde als erste von vier Speed-Shoppern aus 147 Kandidaten ausgelost und kam mächtig ins Schwitzen.

Die Spielregeln: Julia musste innerhalb von zehn Minuten in maximal fünf der insgesamt 180 ElbePark-Läden jeweils Waren für maximal 300 Euro einsammeln.

Dabei sollte sie in mindestens zwei Geschäften im Erd- und zwei im Obergeschoss vorbei schauen. Bei Regelbruch war alles futsch!

In der Thalia-Buchhandlung schnappte sich Julia Kalender und Frühstückstassen. Moderator André Hardt begleitete sie beim schweißtreibenden Speed-Shopping.
In der Thalia-Buchhandlung schnappte sich Julia Kalender und Frühstückstassen. Moderator André Hardt begleitete sie beim schweißtreibenden Speed-Shopping.

Vorm Kaufrausch stand das Glücksrad: Julia konnte sich zusätzliche oder weniger Einkaufszeit erdrehen, aber auch unnötigen Ballast wie Handschuhe oder eine Taucherbrille. Sie hatte ein glückliches Händchen, erspielte sich einen Einkaufswagen!

Dann hieß es 3, 2, eins - Shopping! Julia warf ihre Schuhe weg. Barfuß rannte sie zuerst zum Mediamarkt, um sich eine PlayStation zu krallen: 295 Euro - gut, nicht überboten! Bei Toys’R’us legte sie Spiele und Lego-Baukästen („für meinen Bruder“) in den Wagen.

Dann Etagenwechsel. Halt, der Einkaufswagen muss die Rolltreppe mit hinauf! Das dauert.

Noch genau 10 Minuten Zeit: Barfuß und im Laufschritt startete Schülerin Julia Emme (20) ihre Shopping-Tour durch den ElbePark.
Noch genau 10 Minuten Zeit: Barfuß und im Laufschritt startete Schülerin Julia Emme (20) ihre Shopping-Tour durch den ElbePark.

„Bei Intersport suche ich für meinen Bruder Fußballschuhe in Größe 47.“ Pech, bei 45 ist Schluss. Schon wieder im Laufschritt greift Julia nach einem Zweimann-Zelt und drei Rucksäcken.

Bei Thalia wandern Bücher, Kalender und Kaffeetassen in den Korb. Jetzt aber ganz schnell zurück! Geschafft. Die Uhr bleibt bei 9 Minuten stehen.

Dann noch einmal bange Sekunden. Die Jury rechnet nach: Alles passt. „Julia hatte sogar noch ein Budget von 380 Euro übrig“, sagt Alexander Siebecke (42) von der Werbegemeinschaft ElbePark. Die darf Julias Warenkorb jetzt bezahlen.

Fotos: Eric Münch


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