Spektakulärer Diebstahl: Unbekannte klauen 400-Kilo-Statue von Denkmal

Rio de Janeiro - Eine 400 Kilogramm schwere und zwei Meter hohe Bronzestatue ist im brasilianischen Rio de Janeiro geklaut worden. Die Figur stammt von einem Denkmal zu Ehren des ersten Präsidenten Brasiliens.

Die 400 Kilogramm schwere Figur der früheren Präsidentenmutter fehlt.
Die 400 Kilogramm schwere Figur der früheren Präsidentenmutter fehlt.  © Tania Rego/Agencia Brazil/dpa

Die Figur des Denkmals zu Ehren des ersten Präsidenten Brasiliens, Marechal Deodoro, stellte die Mutter des Politikers dar. Deodoro regierte das südamerikanische Land zwischen 1889 und 1891.

Wie lokale Medien unter Berufung auf das Denkmalamt berichteten, meldete die Behörde den Diebstahl am Montag bei der Polizei, die eine Untersuchung einleitete.

Auf Fotos klaffte an der Stelle, an der sich die Figur der sitzenden Präsidentenmutter befunden hatte, eine Lücke. Das Denkmal war beschädigt, Befestigungsmaterial offensichtlich entfernt worden.

Der Gründer der Denkmalschutz-Organisation SOS Patrimônio, Marconi Andrade, bedauerte den erneuten Schaden, wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtete.

Demnach wird das Denkmal, das die sterblichen Überreste Deodoros und seiner Frau beherbergt, Andrade zufolge regelmäßig Ziel von Diebstählen. Die Diebe wollen die Beute demnach voraussichtlich schmelzen und die Bronze verkaufen. Das Denkmalamt ist in Rio für mehr als 1370 Objekte zuständig.

Auch von anderen Bauwerken oder Denkmälern verschwinden immer wieder Teile, etwa tonnenschwere Träger einer Hochstraße aus den 1950er Jahren oder die Brille der Statue des Dichters Drummond de Andrade an der Copacabana.

Die gestohlene Bronzefigur stammt von einem Denkmal zu Ehren des ersten Präsidenten Brasiliens.
Die gestohlene Bronzefigur stammt von einem Denkmal zu Ehren des ersten Präsidenten Brasiliens.  © Tania Rego/Agencia Brazil/dpa
Diebstähle von Denkmälern kommen in Rio de Janeiro häufig vor.
Diebstähle von Denkmälern kommen in Rio de Janeiro häufig vor.  © Tania Rego/Agencia Brazil/dpa

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