Dank Spendenaktion: Blinder Welpe Lumina bekommt zweite Chance

Die fünf Monate alte Hündin Lumina vor ihrer OP. Sie litt wohl schon seit ihrer Geburt an grünem Starr.
Die fünf Monate alte Hündin Lumina vor ihrer OP. Sie litt wohl schon seit ihrer Geburt an grünem Starr.  © Tierheim Oelzschau

Oelzschau - Es ist eine herzzerreißende Geschichte mit Happy End: Dank einer erfolgreichen Spendenaktion bekam die blinde Welpen-Dame Lumina zwei künstliche Augen. Damit hat sie nach der notwendigen Entfernung ihrer eigenen Augäpfel noch eine Chance auf ein neues Zuhause.

Denn die beiden Prothesen lassen die fünf Monate alte Hündin aus dem Tierheim Oelzschau aussehen wie jeden anderen Hund. Die bittere Alternative zu den teuren Spezialanfertigungen wäre gewesen, Luminas Augen nach der Operation einfach zuzunähen.

Aber war die Entfernung der Augen überhaupt notwendig? Daran lassen die Mitarbeiter des Tierheims Oelzschau keine Zweifel aufkommen.

Die aus dem Ausland stammende Lumina litt wohl seit ihrer Geburt unter grünem Star, in der Fachsprache Glaukom genannt. Betroffen waren beide Augen.

Dank der Spenden kann man auch nach der OP noch in Luminas freundliche Augen sehen.
Dank der Spenden kann man auch nach der OP noch in Luminas freundliche Augen sehen.  © Tierheim Oelzschau

Damit stand fest: An Luminas Blindheit wird sich medizinisch nichts mehr ändern lassen. Aber die Folgen ihrer Krankheit waren für den Welpen zermürbend. Der grüne Starr sorgt für eine gefährliche Erhöhung des Augeninnendrucks.

Neben der unheilbaren Blindheit führt dies auch zu starken Schmerzen. Da jede therapeutische Maßnahme für Lumina zu spät kam, half nur noch die operative Entfernung der Augäpfel. Sonst wären ihre Schmerzen schon ziemlich bald unerträglich geworden.

Doch nun stand das Tierheim vor einem Dilemma: Wer nimmt einen kleinen Hund mit zugenähten Augen bei sich auf? Nach Einschätzung der Tierheim-Mitarbeiter hätte der Schönheitsmakel Luminas Chancen auf ein neues Zuhause rapide schwinden lassen. Doch auch für dieses Problem gab es eine Lösung: Prothesen, die wie echte Augen wirken und Lumina damit weiterhin ein freundliches Gesicht geben.

Allerdings hatte diese Lösung auch seinen Preis: Insgesamt 2000 Euro sollte die Gesamt-OP an der Leipziger Uni-Tierklinik inklusive der Prothesen kosten. Geld, dass das Tierheim nicht einfach so hat. Also starteten die Tierschützer einen Spendenaufruf, um dem Welpen zwei neue Augen und damit eine zweite Chance schenken zu können.

Und vielleicht zum ersten Mal in ihrem kurzen Leben hatte die kranke Hündin riesiges Glück: Innerhalb weniger Wochen sammelte das Tierheim genügend Spenden ein, um die komplette OP samt Prothesen zu bezahlen. Anfang Juni wurde Lumina in der Uni-Tierklinik in Leipzig erfolgreich operiert.

Mittlerweile hat sich die junge Hündin von den Strapazen der OP erholt und ist laut des Tierheims wieder der "total fröhliche und agile Schelm" wie man ihn dort kennt. Um das Glück komplett zu machen, fehlt jetzt nur noch ein neues, liebevolles Zuhause.


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