Morddrohung und Anfeindungen: Pfarrer hat Angst um sein Leben!

Speyer - Nach einer Morddrohung und mehreren Anfeindungen hat der aus Nigeria stammende Pfarrer Patrick Asomugha die Pfarrei in Queidersbach (Landkreis Kaiserslautern) wie angekündigt verlassen. 

An einem Garagentor hinterließen Unbekannte die Morddrohung.
An einem Garagentor hinterließen Unbekannte die Morddrohung.  © Dalibor Glück/CTK/dpa, Bistum Speyer

"Heute ist der erste Tag, an dem er nicht mehr dort ist", sagte ein Sprecher des Bistums Speyer am Montag. Welche neue Aufgabe der Geistliche erhalte, sei noch offen. 

"Das befindet sich derzeit in der Klärung. Wir werden das besprechen und wollen momentan weder etwas vorwegnehmen, noch etwas ausschließen." 

Pfarrer Asomugha (56) hatte die Pfarrei Heiliger Franz von Assisi seit August 2017 geleitet.

Dem Bistum zufolge gab es seit Mitte 2019 immer wieder Anfeindungen. Im März hinterließen Unbekannte auf dem Garagentor eine Morddrohung, die Polizei ermittelt. Queidersbach hat etwa 2900 Einwohner.

Viele Bürger hätten auf die Nachricht vom erzwungenen Wechsel mit Bedauern reagiert, sagte Bürgermeister Ralph Simbgen. "Wir hatten einen Kaplan aus Indien und zeitweise mehr als 70 Flüchtlinge im Ort - nie gab es Probleme", sagte der CDU-Politiker. 

"Queidersbach ist ein sehr offenes Dorf und mit Sicherheit nicht rassistisch."

Titelfoto: Dalibor Glück/CTK/dpa, Bistum Speyer


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