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So ermittelten Polizei-Spezialisten im Fall Anneli

Dresden - An der verzweifelten Suche nach der entführten Anneli (†17) waren über 1.200 Polizeibeamte beteiligt. Doch wer sind die Spezialisten, die jetzt am Tatort, in Laboren und hinter den Kulissen arbeiten? Die Morgenpost am Sonntag stellt drei Bereiche vor.

Von Antje Meier und Uwe Blümel

Dresden - An der verzweifelten Suche nach der entführten Anneli (†17) waren über 1200 Polizeibeamte beteiligt, arbeiteten Hand in Hand. Auch nach dem traurigen Ausgang des Falls machen Fachleute tapfer ihren Job. Doch wer sind die Spezialisten, die jetzt am Tatort, in Laboren und hinter den Kulissen arbeiten? Die Morgenpost am Sonntag stellt drei Bereiche vor.

Suchhunde werden ständig trainiert

„Das hast du aber fein gemacht.“: Jens Stahl-Mager legt seiner Malinois- Mix-Hündin Zora nach einer Übungseinheit wieder das Halsband um.
„Das hast du aber fein gemacht.“: Jens Stahl-Mager legt seiner Malinois- Mix-Hündin Zora nach einer Übungseinheit wieder das Halsband um.

Leichen- und Vermisstenspürhund Jerry-Lee (5) und sein Hundeführer Jens Stahl-Mager (35) waren schon an vielen Tatorten in Sachsen im Einsatz. Ob zur Spurensuche im Fall Khaled in Dresden oder jetzt in Lampersdorf bei der fieberhaften Suche nach der vermissten Anneli.

Das Gespann gehört zur Einsatzgruppe der Diensthundeschule in Naustadt (bei Klipphausen). Seit 21 Jahren werden hier Sachsens Spürnasen ausgebildet. So gibt es im Freistaat zirka 130 Spezialhunde. Darunter sind Leichen-, Brandmittel-, Sprengstoff- und Rauschgiftspürhunde sowie Fährtenhunde.

Trainiert wird das Suchverhalten zunächst an einer Suchwand, später auch im Freien. Wichtig dafür ist ein ausgereifter Spiel- und Jagdtrieb des Hundes.

Jens Stahl- Mager bildet derzeit noch einen zweiten Diensthund aus: Brandmittelhündin Zora (2).
Jens Stahl- Mager bildet derzeit noch einen zweiten Diensthund aus: Brandmittelhündin Zora (2).

So werden an der Suchwand über Röhren verschiedene Stoffproben versteckt – Kokain, Benzin oder Materialien mit getrocknetem Blut. „Zu Beginn der Ausbildung liegt das Spielzeug des Hundes ganz vorn und wird dann immer weiter nach hinten in die Röhre gelegt“, erklärt Ausbilder Hans-Jürgen Conradi (53).

„Der Hund verbindet den speziellen Geruch dann mit seinem Spielzeug.“ Dabei macht sich der Hund die Fähigkeit zu eigen, mit seinen 300 Millionen Riechzellen (Mensch: 5 Millionen) Gerüche selektieren zu können.

Findet der Hund schließlich den Stoff, bleibt er davor stehen. Erstarrt. „Das nennt man Freezing“, sagt Conradi. „Der Hund soll keinesfalls die Proben berühren oder fressen. Das sind ja alles Gifte.“ Per Klicker wird der Erfolg bestätigt und der Hund bekommt sein hart erarbeitetes Spielzeug.

Die Ausbildung in Naustadt dauert elf Wochen, bei Fährtenhunden 15 Wochen. Mantrailer, sogenannte Personensuchhunde, werden sogar über drei Jahre ausgebildet. „Aber das Training ist nie zu Ende“, sagt Hans-Jürgen Conradi. „Wenn das Suchen nicht regelmäßig trainiert wird, blendet der Hund das irgendwann aus.“

Auch das Zusammenspiel von Vier- und Zweibeiner muss ständig vertieft werden. Deshalb lebt der Hund bei Herrchen oder Frauchen. „Er ist Teil von allem und gehört zur Familie“, sagt Jens Stahl-Mager, der gerade auch Malinois-Mix Zora (2) zur Brandmittelspürhündin ausbildet.

DNA-Datei wird Tätern oft zum Verhängnis

Genetischer Fingerabdruck: Am Kriminaltechnischen Institut wird ein Spurenträger für eine Untersuchung auf DNA-Spuren vorbereitet.
Genetischer Fingerabdruck: Am Kriminaltechnischen Institut wird ein Spurenträger für eine Untersuchung auf DNA-Spuren vorbereitet.

Den Durchbruch im Fall der entführten Anneli (†17) brachte eine DNA-Spur. Ein Abgleich der gefundenen Spuren am Fundort ihres Fahrrads ergab den entscheidenden Treffer. Die DNA gehörte zu Markus B. (39).

Dafür werden Teile der in allen menschlichen Zellen enthaltenen Erbsubstanz Desoxyribonukleinsäure (DNS, englisch: DNA) untersucht. Einzelne Merkmalssysteme werden dann in einen Zahlencode übersetzt und mit Tatortspuren verglichen.

Eine erfolgreiche Methode. So brachte die DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamts mit zirka 1,1 Millionen Datensätzen schon knapp 199 000 Treffer. Die aufgeklärten Fälle reichen von Mord und Totschlag (1742 Treffer) sowie Vergewaltigung (2912) über Raub und Erpressung (10 507) bis zu Diebstahl (123 361).

Vorteil: Der genetische Fingerabdruck stellt die Identität eines Menschen nahezu sicher fest. Auch viele Jahre nach der Tat. Es genügen geringste Spuren von Schweiß, Speichel, Sperma, Haaren oder Hautschuppen.

Analytiker zerlegen Stimme des Anrufers

Dank der Arbeit von Sprachanalytikern liegt die Aufklärungsquote bei Entführung und Erpressung bei 90 Prozent.
Dank der Arbeit von Sprachanalytikern liegt die Aufklärungsquote bei Entführung und Erpressung bei 90 Prozent.

Stimmanalytiker haben den Anruf des Anneli-Entführers Markus B. entschlüsselt. Sein aufgesetzter Tschechen-Akzent flog auf. Eine von ihnen ist Phonetikerin Prof. Dr. Angelika Braun. Sie arbeitete als Forensikerin beim Reemtsma- und Gladbeck-Entführungsfall für das Bundeskriminalamt und lüftet die Geheimnisse von Stimmen:

  • Geschlecht: „Das herauszufinden, ist nicht immer einfach - denken Sie mal an den rauchigen Klang der Zarah-Leander-Stimme.“ Computer im Sprachlabor helfen, verstellte Stimmen zu erkennen. Sogenannte Resonanzfrequenzen in der Stimme verraten, ob sie weiblich oder männlich ist.
  • Altersklasse: „Ein geschulter Opernsänger, der seine Stimme schont, hört sich jünger an als ein starker Raucher oder Trinker.“ Die Stimmanalytiker legen sich beim Alter auf jung, mittelalt oder alt fest. „Im Reemtsma-Fall ermittelten wir einen für diese Tat ungewöhnlich alten Mittäter und lagen damit richtig.“
  • Muttersprache: „Nur wer eine Fremdsprache im Schulalter lernt, hat die Chance, sie akzentfrei zu sprechen“, weiß Prof. Braun. Auch Aussprachegewohnheiten werden in dieser Zeit festgezurrt. Anhand von vergleichenden Stimmproben kann sie erkennen, ob jemand wie im Anneli-Fall einen Dialekt imitiert und in welcher Region er aufwuchs.
  • Sprachfehler: Ein Täter verrät sich auch durch individuelle Sprechmerkmale wie Stottern, Lispeln oder Verzögerungsphänome wie „Ähm“ und „Mm“ - so wie wir sie von Edmund Stoiber und Boris Becker kennen. „Sie sind übrigens kaum wegtrainierbar.“

Dank der Arbeit von Sprachanalytikern liegt die Aufklärungsquote bei Entführung und Erpressung bei 90 Prozent. „Nur von der Stimme auf Charakter und Motiv eines Täters zu schließen, das können wir nicht. Wir sind keine Profiler“, stellt Prof. Braun klar.

Suchten das Gehöft in Lampersdorf nach der vermissten Anneli († 17) ab: Leichen- und Vermisstenspürhund Jerry-Lee (5) und sein Hundeführer Jens Stahl-Mager (35, li.).
Suchten das Gehöft in Lampersdorf nach der vermissten Anneli († 17) ab: Leichen- und Vermisstenspürhund Jerry-Lee (5) und sein Hundeführer Jens Stahl-Mager (35, li.).

Fotos: dpa, Ove Landgraf

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