Mit dieser einfachen Maßnahme will Spiekeroog zum Sternenpark werden

Spiekeroog - Die ostfriesische Insel Spiekeroog will als Sternenpark ausgezeichnet werden. 

Blick in den Sternenhimmel über Spiekeroog: Die ostfriesische Insel ist prädestiniert zum Sternegucken.
Blick in den Sternenhimmel über Spiekeroog: Die ostfriesische Insel ist prädestiniert zum Sternegucken.  © Andreas Hänel/dpa

Dafür muss die Lichtverschmutzung gemäß den Bestimmungen der amerikanischen Nichtregierungsorganisation International Dark Sky Association (IDA) vermieden werden. 

70 Leuchten sollen umgerüstet werden, zehn weitere sollen ausgetauscht werden, wie Inselbürgermeister Matthias Piszczan (CDU) erklärte. "Um das Licht zu dimmen, ohne, dass das Auge etwas merkt." Piszczan schätzt die Kosten auf einen geringen fünfstelligen Betrag. 

"Das ist wenig Aufwand für viel Wirkung". Er geht davon aus, dass die Umrüstung Ende Juni 2021 abgeschlossen sein wird.

"Falsch eingesetztes Kunstlicht führt zu Lichtmüll", sagt Astronom Andreas Hänel, Leiter der deutschen Fachgruppe Dark Sky. 

Straßenlaternen, Werbeflächen und Schaufenster hellen den nächtlichen Himmel auf - gerade in Großstädten sei von den Sternen dadurch kaum etwas zu sehen. "Wenn man mal einen guten Sternenhimmel erlebt hat, hoffe ich immer, dass man darüber nachdenkt: Was sollen denn dann all die Lichtquellen bei uns auf der Erde, die sonst wo hinstrahlen?", so Hänel. Die Sternenparks sollen Musterbeispiele sein.

In Deutschland machte der Naturpark Westhavelland 2014 den Anfang, es folgten das Biosphärenreservat Rhön, der Nationalpark Eifel, die Winklmoosalm in Bayern und - als erste Sternenstadt - Fulda.

Das Seebäderschiff "Spiekeroog I" verlässt mit Touristen an Bord den Hafen. 
Das Seebäderschiff "Spiekeroog I" verlässt mit Touristen an Bord den Hafen.   © Ingo Wagner/dpa

Titelfoto: Andreas Hänel/dpa


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