Spielabbruch verhindert neunten Saarbrücken-Sieg in Serie!

Saarbrücken/Völklingen - Das Wetter verhinderte den neunten Sieg in Folge! Das Spiel in der Regionalliga Südwest zwischen dem 1. FC Saarbrücken und der TSG 1899 Hoffenheim II musste beim Stand von 1:0 für die Gastgeber nach 48 Minuten abgebrochen werden.

Gillian Jurcher war beim 3:2-Pokalsieg gegen den SSV Jahn Regensburg der Held des Tages. Ihn konnte Saarbrücken trotz Angeboten von Zweit-und Drittligisten halten.
Gillian Jurcher war beim 3:2-Pokalsieg gegen den SSV Jahn Regensburg der Held des Tages. Ihn konnte Saarbrücken trotz Angeboten von Zweit-und Drittligisten halten.  © Oliver Dietze/dpa

Zuvor hatte es bereits eine halbstündige Unterbrechung wegen eines heftigen Gewitters gegeben.

Auch anschließend hielt das stürmische Wetter im saarländischen Völklingen an, sodass Schiedsrichter Lars Erbst die Begegnung abbrach.

Der Platz war nach dem Dauerregen in unbespielbarem Zustand. So wird die Partie den Saarbrückern zufolge komplett neu angesetzt und die Fans werden noch ein wenig auf den neunten Sieg in Folge warten müssen.

Keine andere Mannschaft in Deutschlands oberen vier Ligen hat momentan einen solchen Lauf wie der FCS.

Bisher konnten alle acht Pflichtspiele gewonnen werden. In der Liga wurden der FK Pirmasens (3:1), der Tabellenzweite TSV Steinbach (2:0), der FSV Frankfurt (3:0), die TSG Balingen (3:2), der FC Astoria Walldorf (3:1), die TuS Rot-Weiß Koblenz (3:1) und der 1. FSV Mainz 05 II (2:0) allesamt bezwungen.

Logischerweise thront das Team von Trainer Dirk Lottner an der Tabellenspitze. Nur Steinbach kann zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch halbwegs mit der herausragend besetzten FCS-Truppe mithalten. Ambitionierte Traditionsvereine wie Kickers Offenbach oder der SSV Ulm liegen punktemäßig bereits weit zurück.

1. FC Saarbrücken rockt mit starker Truppe den DFB-Pokal und die Liga

"Gattuso" wie er leibt und lebt: Fanol Perdedaj (r.) absolvierte sieben Länderspiele für den Kosovo. Hier beackert er Kroatiens Star Mario Mandzukic. Pederdej steht sinnbildlich für den herausragend guten Kader der Saarbrücker.
"Gattuso" wie er leibt und lebt: Fanol Perdedaj (r.) absolvierte sieben Länderspiele für den Kosovo. Hier beackert er Kroatiens Star Mario Mandzukic. Pederdej steht sinnbildlich für den herausragend guten Kader der Saarbrücker.  © EPA/ARMANDO BABANI

Saarbrücken ließ darüber hinaus auch im DFB-Pokal die Muskeln spielen und bezwang Zweitligist SSV Jahn Regensburg in einem nervenaufreibenden Spiel mit 3:2 (TAG24 berichtete).

Doch wie kommt es, dass dieser Klub alle anderen so in den Schatten stellt?

Ganz einfach: Die Mannschaft ist exzellent besetzt und funktioniert momentan auch noch als echte Einheit.

Im Tor steht mit Daniel Batz ein überdurchschnittlicher Keeper, der für den SC Freiburg ein Bundesliga-Spiel absolvierte und für den Chemnitzer FC zweimal in der 3. Liga auf dem Rasen stand.

In der Dreier-Innenverteidigung ist der frühere Bundesliga-Profi Christopher Schorch gesetzt. Der frühere Zweitliga-Kicker Steven Zellner spielt ebenfalls, wenn er fit ist.

Um den letzten freien Platz streiten sich der 132-fache Drittliga-Spieler Boné Uaferro und der frühere Zwickauer Profi Anthony Barylla.

Sie alle sind für Viertliga-Offensiven wegen ihrer Erfahrung und nachgewiesenen Klasse nur schwer zu knacken. Zumal davor weitere erfahrene Akteure im besten Fußballeralter gesetzt sind.

Die Doppel-Sechs sucht in dieser Staffel nämlich ihresgleichen: Kapitän und Eigengewächs Manuel Zeitz, der auch schon in der 2. Bundesliga kickte und Fanol Perdedaj, der einst in Deutschlands Eliteklasse für Hertha BSC spielte und sieben Länderspiele für den Kosovo absolvierte, bilden ein kongeniales Duo.

In der Offensive des 1. FC Saabrücken hat Dirk Lottner die Qual der Wahl

Der 1. FC Saarbrücken kommt momentan nicht mehr aus dem Jubeln heraus.
Der 1. FC Saarbrücken kommt momentan nicht mehr aus dem Jubeln heraus.  © Oliver Dietze/dpa

Im offensiven Mittelfeld ist mittlerweile der frühere Nürnberger Bundesliga-Spieler Markus Mendler gesetzt, der auch gegen Hoffenheim II das 1:0 erzielte. Klammert man diese Partie aus, kommt er in sechs Begegnungen auf drei Tore und vier Vorlagen.

Im Sturm führt kein Weg an Pokalheld Gillian Jurcher (zwei Tore gegen Regensburg) und Goalgetter Sebastian Jacob (sechs Spiele, acht Tore, zwei Vorlagen) vorbei. Mit dem früheren Drittliga-Profi Fabian Eisele steht eine weitere starke Alternative parat.

Besonders auf den Außenbahnen tobt der Konkurrenzkampf. Der frühere kanadische Nationalspieler Kianz Froese, der einstige angolanische Nationalspieler José Pierre Vunguidica, der bereits in der 1. und 2. Liga spielte, wollen sich genauso wie der langjährige Zweitliga-Profi Tobias Jänicke behaupten.

Doch sie haben mit Timm Golley (31 Zweitliga-Spiele für FSV Frankfurt und Fortuna Düsseldorf), Mergim Fejzullahu, dem einstigen Junioren-Nationalspieler Jayson Breitenbach und Mario Müller ernstzunehmende Mitbewerber.

Klar ist: Mit dieser Mannschaft kann das Ziel nur Aufstieg in die 3. Liga heißen. Dort bräuchte sich der FCS aktuell selbst ohne weitere Verstärkungen nicht verstecken.

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