Ideales Grammozis-Heimdebüt: Lilien ringen Favorit Holstein Kiel nieder

Darmstadt - Nach einem eher mäßigen Debüt auf der Trainerbank des SV Darmstadt 98 feierte Chef-Coach Dimitrios Grammozis seinen ersten Auftritt vor heimischem Publikum. Gegen den favorisierten Gast Holstein Kiel feierten die Lilien einen torreichen und verdienten 3:2 (2:1)-Sieg.

Feierte sein Heim-Debüt als Lilien-Trainer: Dimitrios Grammozis.
Feierte sein Heim-Debüt als Lilien-Trainer: Dimitrios Grammozis.

Nicht nur in der Tabelle geht es für die Lilien zur Zeit stürmisch her. Auch am frühen Samstag-Nachmittag windete es im Merck-Stadion am Böllenfalltor mitunter gewaltig, was 10.210 Zuschauer jedoch nicht davon abbrachte das Duell mit dem Tabellenfünften hautnah zu erleben.

Für die Tore sorgten Marvin Mehlem (19.), Serdar Dursun (41.) und Marcel Franke (62.) auf Seiten der Gastgeber. Mathias Honsak (33.) und Alexander Mühling (65.) netzten für die Störche aus Kiel ein. Jonas Meffert (Kiel) sah Gelb-Rot (61.).

Gegenüber der knappen 0:1 (0:1)-Niederlage bei Arminia Bielefeld tauschte Grammozis zwei Elemente in der Startelf aus. Joevin Jones und Patrick Herrmann ersetzten Immanuel Höhn und Yannick Stark.

Vom Anstoß weg begannen die Hausherren durchaus schwungvoll, von den Nordlichtern ging währenddessen keinerlei Gefahr aus. Und das obwohl eine recht verloren wirkende Schar von Kiel-Anhängern die weite Reise ins Hessenland auf sich genommen hatte, um Holstein euphorisch zu unterstützen.

Die erste echte Torgelegenheit steuerten die Gäste zum Spiel bei. Aus rund 20 Metern Entfernung fasste sich Honsak und setzte das Spielgerät nur knapp über den Querbalken (12.).

Serdar Dursun (Li.) und Torschütze Marvin Mehlem feiern gemeinsam den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für Darmstadt.
Serdar Dursun (Li.) und Torschütze Marvin Mehlem feiern gemeinsam den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für Darmstadt.

Die Darmstädter präsentierten sich unterdessen als Paradebeispiel für Effektivität. Ein schnell vorgetragener Gegenangriff über Mehlem und Dursun ermöglichte dem bulligen Lilien-Angreifer den ersten Torschuss für den SVD.

Diesen konnte Kiel-Schlussmann Kenneth Kronholm lediglich nach vorne abwehren, Mehlems Nachschuss per Direktabnahme sorgte für das vielumjubelte 1:0 (19.).

Durch den Rückstand waren die aufstiegsambitionierten Gäste sichtlich angefixt und betrieben deutlich mehr Aufwand. Ein heilloses Chaos im Lilien-Strafraum hätte um ein Haar zum Ausgleich geführt, doch letzt landete das Leder in den Fängen von Keeper Daniel Heuer Fernandes.

Doch die verstärkten Offensiv-Bemühungen der Störche öffneten den Südhessen Räume, die Marcel Heller in Minute 30 beinahe eiskalt ausgenutzt hätte. Ein gefühlvoller Lupfer nach tollem Solo-Lauf landete letztlich nur auf dem Tornetz.

Kurz darauf schlugen die Kieler zurück: Honsak spielte die Abwehr schwindelig, ehe er den Ball hinter Heuer Fernandes platziert im Kasten versenkte – 1:1 (33.). Davon zeigten sich die Lilien aber nur wenig beeindruckt. Nach einer Eckball-Serie von Tobias Kempe netzte Dursun schließlich mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:1 ein und besorgte damit gleichzeitig den Pausenstand (41.).

Darmstädter Glückseligkeit: Joevin Jones (Mi.) liegt in den Armen von 2:1-Torschütze Serdar Dursun.
Darmstädter Glückseligkeit: Joevin Jones (Mi.) liegt in den Armen von 2:1-Torschütze Serdar Dursun.

Kurz nach dem Seitenwechsel musste Heuer Fernandes all sein Können unter Beweis stellen, als er einen Abschluss von Jae-Sung Lee aus kürzester Distanz abwehren musste. Dafür gab's umgehend Sprechchöre von den Rängen (51.).

Dann wurde es hektisch: Nach einem vermeintlich harmlosen Foul kam es zur Rudelbildung, aus der Meffert mit seiner zweiten gelben Karte hinaus ging und somit vom Platz flog (61.). Noch dicker kam es für die Gäste durch den direkt darauffolgenden Freistoß, den Franke mit dem Kopf zum 3:1 verwandelte (62.).

Das nächste Highlight im direkten Gegenzug: Ein Rettungstat von Herrmann wertete Schiedsrichter Benedikt Kempkes unter heftigen Protesten als Handspiel und zeigte auf den Elfmeterpunkt - Mühling verwandelte zum 3:2-Anschlusstreffer (65.).

Das erhoffte Erfolgserlebnis unter Neu-Coach Grammozis war trotz erneutem Aufbäumen der Gäste schließlich perfekt – und keinesfalls unverdient.

Die kommenden Aufgaben der Lilien haben es ebenfalls in sich. Am Samstag (16. März, 13 Uhr) ist man beim Hamburger SV zu Gast, nach der Länderspielpause empfängt man ebenfalls samstags (30. März, 13 Uhr) den SSV Jahn Regensburg.

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