Es geht auch in der Bundesliga! Eintracht schlägt Kellerkind Hannover

Hannover - Nach der Europa League-Gala gegen Donezk und dem Erreichen des Achtelfinals gegen Inter Mailand stand für Eintracht Frankfurt am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga die keinen Deut weniger wichtige Auswärts-Aufgabe bei Hannover 96 auf dem Programm.

Bundesliga-Toptorjäger Luka Jovic (Li.) im Laufduell mit Hannovers Waldemar Anton.
Bundesliga-Toptorjäger Luka Jovic (Li.) im Laufduell mit Hannovers Waldemar Anton.  © DPA

In der sonnengeküssten HDI Arena fanden sich 38.000 Zuschauer ein und erlebten eine zunächst frisch und forsch nach vorne spielende Gäste-Mannschaft. Am Ende setzte sich die SGE mit 3:0 (0:0) durch. Die Treffer erzielten Ante Rebic (53.), Luka Jovic (63.) und Filip Kostic (90.).

Im Gegensatz zur Partie vom Donnerstagabend gegen Donezk rotierte Chef-Coach Adi Hütter überraschend wenig. Nur Neuzugang Almamy Touré, der sein Eintracht-Debüt feierte und Rebic kamen neu in die Startelf. Dafür nahmen Mijat Gacinovic und Kapitän David Abraham Platz auf der Bank.

Und nach nur drei gespielten Minuten hätte die SGE in Front gehen können. Doch Luka Jovic agierte allein vor Hannover-Keeper Michael Esser stehend zu lässig. Sein versuchter Lupfer landete in den Handschuhen des 96er-Schlussmanns.

Als wären die Strapazen des Europapokals keinerlei Problem mehr, rauschten die Hessen weiter munter nach vorne. Eine Hereingabe von Sebastién Haller verpasste Rebics im Strafraum um Haaresbreite, weil Marvin Bakalorz einen Tick eher am Ball war. Besonders bitter: Esser hatte seinen Kasten unnötigerweise verlassen, das Tor stand leer (8.).

Fazit des ersten Durchgangs zwischen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt: Viel Zweikampf - wie hier zwischen Marvin Bakalorz (Li.) und Sebastién Haller - und wenig Chancen.
Fazit des ersten Durchgangs zwischen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt: Viel Zweikampf - wie hier zwischen Marvin Bakalorz (Li.) und Sebastién Haller - und wenig Chancen.  © DPA

Auf die stürmische Anfangsphase der Eintracht kehrte zunächst ein wenig Ruhe ein. Ernstzunehmende Chancen blieben währenddessen auf beiden Seiten aus.

Zum Ende des ersten Durchgangs hin wurde das Team von Trainer Thomas Doll mutiger und lief der favorisierten Mannschaft aus Frankfurt den Rang ab. Während es die Eintracht nicht mehr schaffte für Entlastung zu sorgen, tauchten die Hannoveraner immer öfter vor Kevin Trapps Tor auf. Wirkliche Gefahr kam jedoch vorerst nicht auf.

Ein Distanzschuss (40.) sowie ein Versuch aus spitzem Winkel im Sechzehner von Jovic, die aber beide keine große Herausforderung für Esser darstellten, waren dann auch die letzten nennenswerten Aktionen in Halbzeit eins (41.). Mit einem Zwischenstand von 0:0 schickte Schiedsrichter Marco Fritz die Teams in die Kabinen.

Kurz nach dem Seitenwechsel dann der Paukenschlag. Nach Ballverlust der 96er in der eigenen Hälfte landete das Spielgerät über Kostic nach innen zu Jovic. Dieser hatte das Auge für den in den Strafraum eilenden Rebic, der den Ball aus spitzem Winkel eiskalt ins lange Eck schob - 1:0 für die Adlerträger (53.).

Luka Jovic (Mi.) erzielte das 2:0 der Eintracht gegen Hannover 96 - sein 15. Treffer in dieser Bundesliga-Saison.
Luka Jovic (Mi.) erzielte das 2:0 der Eintracht gegen Hannover 96 - sein 15. Treffer in dieser Bundesliga-Saison.  © DPA

Von hier an hatte die Eintracht das Geschehen voll in der Hand und setzte nach. Über Danny da Costa landete das Leder beim völlig frei stehenden Kostic. Dessen zweiter Flanken-Versuch fand den Kopf des ebenfalls vollkommen blank stehenden Jovic, der per Kopf zum 2:0 verwandelte (63.).

Vom Tabellen-17. der Bundesliga war danach so gut wie nichts mehr zu sehen, ein Aufbäumen schien für die Niedersachsen eine zu große Aufgabe zu sein. Viel näher am nächsten Treffer waren dagegen die Kicker der Eintracht. Jovic scheiterte aus kürzester Distanz ganz knapp an Esser (68.).

Spannend wurde es bis zum Abpfiff erstmal nur neben dem Platz. Nachdem Haller durch Goncalo Paciencia ersetzt wurde, kam es scheinbar zu einem kleinen Wortgefecht zwischen dem Franzosen und seinem Trainer.

Schließlich hatte die Eintracht aber noch einen Konter parat. Kostic setzte auf seiner linken Außenbahn nochmals zum Sprint an und zog dann aus vollem Lauf ab. Sein Schuss krachte hinter Esser in die Maschen - 3:0 (90.) und somit der Schlusspunkt. Die Eintracht beendete somit die Unentschieden-Serie von vier Bundesliga-Partien am Stück.

Für die Adlerträger geht es mit zwei packenden und höchst anspruchsvollen Heimspielen weiter. Nachdem man am Samstag (2. März/15.30 Uhr) die TSG 1899 Hoffenheim zu Gast hat, folgt am Donnerstag (7. März/18.55 Uhr) das Europa League-Achtelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand.

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