Dank Haller und Rebic: Eintracht-"Büffelherde" rettet Punkt bei Werder

Bremen - Der Showdown am Bundesliga-Samstag hatte zur Primetime ein besonderes Zuckerstück parat. Die Höhenflieger der Frankfurter Eintracht waren beim SV Werder Bremen zu Gast. Am Ende setzte sich in einem ansprechenden Bundesliga-Spiel keines der beiden Teams durch. Die Partie endete 2:2 (1:1)-Unentschieden.

Ante Rebic (Li.) erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Eintracht.
Ante Rebic (Li.) erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Eintracht.  © DPA

Nach der 1:2-Last Minute-Pleite im Hinspiel hatte die Eintracht noch eine Rechnung mit den Werderanern offen. Das wollten sich 42.100 Zuschauer im ausverkauften Weser-Stadion am Samstagabend nicht entgehen lassen.

Für die Treffer sorgten Maximilian Eggestein (27.) und Martin Harnik (52.) auf Bremer Seite. Ante Rebic (35.) und Sebastién Haller (68.) erzielten die Frankfurter Tore.

Während Chef-Coach Adi Hütter Neuzugang Sebastian Rode nach dem 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg erneut in der Startelf postierte, nahmen Simon Falette und Gelson Fernandes die Plätze von Youngster Evan N'Dicka und Jonathan de Guzmán ein.

Das Hauptaugenmerk lag aber erneut auf der sogenannten "Büffelherde" um Haller, Rebic und Liga-Top-Scorer Luka Jovic, die mittlerweile an 29 der 37 bis dato erzielten Frankfurter Treffer beteiligt waren.

In der Anfangsphase geschah nur wenig, die Hausherren hatten jedoch ein minimales Übergewicht inne und kamen nach einem Eckball zur ersten Halbchance, die Kevin Trapp und Kapitän David Abraham jedoch gemeinschaftlich entschärften (8.).

Das erste Highlight lieferten aber die Gäste aus der Mainmetropole. An der Strafraumkante packte Jovic einen Seitfallzieher aus, Werder-Keeper Jiri Pavlenka schnappte sich die Kugel im Nachfassen (9.).

Gegen Bremen machte Kevin Trapp (Bildmitte) sein 100. Bundesliga-Spiel für die Eintracht.
Gegen Bremen machte Kevin Trapp (Bildmitte) sein 100. Bundesliga-Spiel für die Eintracht.  © DPA

In der 12. Spielminute musste die Eintracht erneut zittern. Nach einem weiteren Eckstoß versuchte Martin Harnik das Spielgerät etwas unbeholfen über die Linie zu drücken, Trapp parierte letztlich auf der Linie.

Mit weniger Spielanteilen, dafür aber mit der nächsten hochkarätigen Torchance zeigten sich die Adlerträger in Minute 18. Einen Freistoß in den Bremer Strafraum köpfte Haller aber knapp neben das Gebälk - das hätte das 1:0 aus Frankfurter Sicht sein müssen!

Nach einer kurzen Ruhephase knallte es dann doch, jedoch zum Nachteil der Eintracht. Eggestein wirbelte sich mit einer gekonnten Einzelaktion durch die SGE-Defensive und versenkte den Ball hinter Jubilar Trapp (27./Anm. d. Red.: 100. Bundesliga-Spiel für die Eintracht).

Der Schock über den Rückstand wehrte nicht lange. Nach einem eher verunglückten Rettungsversuch der Werderaner gelangte die Kugel über de Guzmán zu Rebic, der zunächst einen Gegenspieler vernaschte und dann überlegt ins lange Eck einschob - 1:1 (35.).

Von da an überschlugen sich die Ereignisse: Torschütze Eggestein donnerte den Ball nur vier Minuten später gegen den Pfosten, kurz darauf sah Filip Kostic Gelb (39.). Ein weiterer Treffer sollte bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Markus Schmidt aber nicht mehr fallen.

Eiskalt vom Punkt: Sebastién Haller erzielte das 2:2 per Elfmeter.
Eiskalt vom Punkt: Sebastién Haller erzielte das 2:2 per Elfmeter.  © DPA

Personell unverändert ging es dann in Durchgang zwei. Und auch an der Dominanz der Gastgeber änderte sich nicht viel. Die Quittung folgte auf dem Fuß.

Nach einem Ballverlust der Eintracht im Mittelfeld schickte Max Kruse Harnik auf die Reise, der Trapp umspielte und dann hinter dem SGE-Keeper lässig einschob (52.). Dass der Frankfurter Schlussmann mit seinen Paraden Gold wert sein kann, zeigte er in Minute 57, als er einen Lupfer von Kruse meisterhaft entschärfte.

Mehr offensive Durchschlagskraft sollte dann die Einwechslung von Mijat Gacinovic für de Guzmán bringen (63.). Einen wohlmöglich verletzungsbedingten Wechsel gab es kurz darauf. Und erneut war es der Capitano Abraham, der nicht mehr weitermachen konnte. Für ihn kam Marco Russ ins Spiel (67.).

Direkt im Anschluss sorgte ein Handspiel von Ludwig Augustinsson für die Ausgleichschance vom Elfmeter-Punkt, die Haller eiskalt ausnutzte - 2:2 (68.). Einer längeren Phase ohne nennenswerte Chancen folgte der letzte Wechsel der Adlerträger: Marc Stendera übernahm den Platz von Rode (87.). Am Endergebnis änderte dies aber nichts mehr.

Ab jetzt wird es für die Eintracht so richtig knackig. Dem Heimspiel gegen Tabellenführer Borussia Dortmund am kommenden Samstag (2. Februar/15.30 Uhr) folgt das schwere Auswärtsmatch bei RB Leipzig (9. Februar/15.30 Uhr). Schon fünf Tage später (14. Februar/21 Uhr) muss die SGE in Charkiw bei Schachtar Donezk in der Europa League ran.

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