Dritten Sieg in Serie verpasst: Lilien und Regensburg teilen die Punkte

Darmstadt - Die Phase vor der Länderspielpause hätte für den SV Darmstadt 98 mit zwei Siegen gegen favorisierte Teams nicht besser laufen können. Gegen den SSV Jahn Regensburg endete die Partie am Samstagnachmittag mit 1:1 (0:0).

Darmstadts Marcel Franke (Li.) und Regensburgs Marco Grüttner beim Kopfball-Duell.
Darmstadts Marcel Franke (Li.) und Regensburgs Marco Grüttner beim Kopfball-Duell.

Strahlender Sonnenschein ergoss sich über das Merck-Stadion am Böllenfalltor, das aufgrund des Neubaus der Gegentribüne noch immer einer Baustelle glich. Dennoch fanden 10.385 begeisterte Fußball-Freunde Platz im Stadionrund.

Serdar Dursun (55.) erzielte die Führung für die Gastgeber. Andreas Geipl (69.) glich für den Jahn aus Regensburg aus.

Lilien-Coach Dimitrios Grammozis vertraute im Gegensatz zum spektakulären 3:2-Last Minute-Erfolg gegen den Hamburger SV auf drei neue Gesichter in der Startelf. Neben dem erkrankten Mathias Wittek und dem gelb-gesperrten Kapitän Fabian Holland nahm Joevin Jones auf der Bank Platz. Dafür rückten Sandro Sirigu, Immanuel Höhn und Yannick Stark in die Anfangsformation.

Während die Gastgeber in der Anfangsphase weitestgehend mit unnötigen Ballverlusten auffielen, wurde der Jahn in der 7. Spielminute erstmals per stramm geschossenem Freistoß kurz vor der Eckfahne gefährlich. Doch Lilien-Keeper Daniel Heuer Fernandes ließ sich von Geipl nicht überrumpeln und klärte mit dem Fuß zur Ecke.

Die erste kontrollierte Offensiv-Aktion der Hausherren hatte es bereits in sich: Zunächst wurde Patrick Herrmanns Schuss abgeblockt, der nach vorne gerückte Victor Pálsson versuchte es daraufhin aus noch größerer Distanz und zwang Regensburg-Schlussmann Philipp Pentke schließlich zu einer wahren Glanztat (11.).

Darmstadts Dribble-Künstler Marvin Mehlem (Re.) ist einen Moment eher am Ball als Regensburgs Benedikt Saller.
Darmstadts Dribble-Künstler Marvin Mehlem (Re.) ist einen Moment eher am Ball als Regensburgs Benedikt Saller.

Von hier an fanden die Südhessen besser ins Spiel - und kamen zur nächsten hochkarätigen Gelegenheit. Ein perfekter Flankenwechsel von Stark fand seinen Weg in den Lauf von Marvin Mehlem, der das Leder jedoch nicht an Pentke vorbei brachte (19.).

Doch wer Torjäger Serdar Dursun kennt weiß, dass der bullige Sturmtank gerne aus dem Nichts für Gefahr sorgt. Rund zehn Minuten lang passierte im "Bölle" nicht viel.

So auch in Spielminute 29, als ihn ein Pass von Mehlem im Sechzehner fand. Doch im Eins-gegen-Eins bewies der starke Pentke erneut, dass er an diesem Nachmittag nur schwer zu bezwingen sein würde.

Während von den Gästen aus Regensburg weiterhin nur wenig Gegenwehr geleistet wurde, nutzten die Lilien auch bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen ihr Chancen-Plus nicht aus. Die Konsequenz - ein Pausenstand von 0:0.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Lilien weiter am Drücker: Zunächst dribbelte sich Mehlem gekonnt durch vier Gegenspieler in den Strafraum hinein und legte auf Dursun ab, der aber erneut im Jahn-Keeper seinen Meister fand (51.).

Der Lilien-Jubel über den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0-Treffer durch Serdar Dursun (nicht im Bild).
Der Lilien-Jubel über den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0-Treffer durch Serdar Dursun (nicht im Bild).

Das permanente Anrennen der Darmstädter zahlte sich letztlich doch noch aus: Marcel Heller wurde auf der rechten Außenbahn auf die Reise geschickt und zirkelte nach einem Turbo-Lauf eine exakte Flanke auf Dursun, der Pentke diesmal keine Chance ließ - 1:0 (55.).

Rund eine Viertelstunde passierte auf beiden Seiten nicht viel, dann setzte es einen Paukenschlag: Das Spielgerät fiel Geipl kurz vor dem Strafraum vor die Füße, der fackelte nicht lange und netzte mit einem satten Schuss ins rechte obere Eck ein - 1:1 (69.).

Zwei Wechsel, Christoph Moritz für Sirigu (75.) und Joevin Jones für Tobias Kempe (77.) sollten das Spiel der Lilien nochmals beleben. In den Schlussminuten kam dann noch Johannes Wurtz für den auffälligen Mehlem (87.).

Das Power-Play der Platzherren wurde am Ende trotz weiterer Hochkaräter nicht belohnt. Es blieb beim 1:1 - eine sicherlich enttäuschende Punkteteilung aus Sicht der Darmstädter.

Auf die Lilien warten bei der Spielvereinigung Greuther Fürth (7. April/13.30 Uhr) und dem 1. FC Magdeburg (13. April/13 Uhr) zwei Auswärtspartien in Serie. Im heimischen "Bölle" trifft man am 21. April (13.30 Uhr) auf den VfL Bochum.

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