Viel Aufwand, kein Ertrag: Eintracht-Serie reißt gegen Wolfsburg

Frankfurt - Nach einer magischen Europa League-Nacht war für Eintracht Frankfurt am Sonntagabend wieder Bundesliga-Alltag angesagt. Am 13. Spieltag war der VfL Wolfsburg zu Gast. Zwar taten die Frankfurter alles um die Serie ungeschlagener Pflichtspiele auf zwölf in Serie zu erhöhen, unterlagen dem VfL jedoch mit 1:2 (0:1).

Folgenschwerer Ballverlust: Ante Rebic (Li.) verlor die Kugel gegen Wolfsburgs Robin Knoche. Die darauffolgende Aktion führte zum 0:1.
Folgenschwerer Ballverlust: Ante Rebic (Li.) verlor die Kugel gegen Wolfsburgs Robin Knoche. Die darauffolgende Aktion führte zum 0:1.  © Bild Pressehaus/Kellner

Noch völlig euphorisiert vom spektakulären 4:0-Erfolg über Olympique Marseille und dem damit gesicherten ersten Tabellenplatz in der Europa League-Gruppe H, fanden sich auch gegen den VfL wieder zahlreiche Fans bei verhältnismäßig warmem, aber regnerischem Wetter im Stadtwald ein - diesmal satte 48.000.

Den Treffer für die Eintracht erzielte Luka Jovic (87.). Für die Gäste aus der Autostadt trafen Admir Mehmedi (27.) und Daniel Ginczek (68.). Nachdem Chef-Coach Adi Hütter gegen Marseille noch einige Leistungsträger aus der Startelf rotiert hatte, bekamen die Zuschauer wieder die bestmögliche Eintracht-Formation zu sehen.

So räumten Simon Falette, Mijat Gacinovic, Jetro Willems und Taleb Tawatha das Feld, während Evan N'Dicka, Jonathan de Guzmán, Filip Kostic und Ante Rebic ihre Plätze einnahmen.

Während die Eintracht-Supporter gleich von Sekunde eins an Vollgas gaben, ließen sich die Akteure auf dem Platz in den ersten Minuten noch ein wenig Zeit mit der vollen Rasen-Action.

Richtig hitzig wurde es erstmals in Minute neun, als ein vermeintlich im Strafraum stattgefundenes Foul an Rebic in Absprache mit dem Video-Assistenten nur zum Freistoß-Pfiff von Schiedsrichter Sascha Stegemann, der zunächst direkt auf Strafstoß entschieden hatte, führte - die Freistoß-Variante brachte jedoch nichts ein (10.).

Der erst 19-jährige Evan N'Dicka (Mi.) fungierte gegen Wolfsburg wieder als Fels in der Eintracht-Abwehr.
Der erst 19-jährige Evan N'Dicka (Mi.) fungierte gegen Wolfsburg wieder als Fels in der Eintracht-Abwehr.  © Bild Pressehaus/Reiro

Und die Adlerträger blieben weiter am Drücker: Eine Hereingabe von Kostic verpasste Jovic nur knapp (13.), nur kurz darauf kullerte ein abgefälschter Schuss von de Guzmán nach erneuter Kostic-Vorlage nur gegen den Pfosten (14.).

Nach knapp einer halben Stunde hatten dann auch die Gäste ihre erste nennenswerte Chance - und was für eine! Im Zuge einer schnellen Umschaltsituation bediente Yannick Gerhardt den frei stehenden Wout Weghorst. Dieser drang von halblinks bis in den Strafraum ein und setzte zum Schuss an, der letztlich die Latte küsste - Glück für die Eintracht (27.).

Dieses fehlte den Hausherren kurze Zeit später: Eine Kombination der Wolfsburger über Robin Knoche und Ginczek landet schließlich beim sträflich allein gelassenen Mehmedi, der das Leder mit Links an Kevin Trapp vorbei ins lange Eck schlenzte (31.) - die Nordwestkurve würdigte den Treffer mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Obwohl sich die Hessen nur wenig von der doch etwas überraschenden Führung beeindrucken ließen und das Heft von den Zurufen ihrer Anhänger voran gepeitscht erneut in die Hand nahmen, wollte ihnen der Ausgleich vor dem Pausenpfiff nicht mehr gelingen.

Gegen die Wölfe hatten Makoto Hasebe (Li.) und Co. das Nachsehen.
Gegen die Wölfe hatten Makoto Hasebe (Li.) und Co. das Nachsehen.  © DPA

Nach dem Pausentee drängten die Frankfurter weiter auf den Ausgleich, ließen aber in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff noch den nötigen Zug zum Tor vermissen - ob hier die letzten anstrengenden Wochen allmählich ihren Tribut forderten?

Ein Doppelwechsel in der 63. Spielminute unterstrich diese Annahme zumindest ein stückweit. Doch die Hereinnahmen von Gacinovic und Willems für de Guzmán und Gelson Fernandes belebten das Frankfurter Spiel nochmal. Den 0:2-Rückstand verhinderte dies jedoch nicht.

Nachdem ein Treffer von Sébastien Haller wegen Abseits zurückgepfiffen wurde (67.), schlugen die Wölfe umgehend zurück. Ginczek besorgte den Treffer per Direktabnahme nach Vorlage von Elvis Rexhbecaj (68.)

Frankfurt gab sich daraufhin weiter kämpferisch und wurde belohnt. Nach einem Willems-Freistoß legte Haller perfekt in die Mitte dess Strafraums, wo Jovic einschussbereit stand und zum Anschluss traf (87.) - ging da noch was? Trotz aller Mühen war dem nicht so. Somit riss die Serie der Eintracht, die zugleich den Sprung auf Tabellenplatz zwei verpasste.

Nach Auswärtsspielen bei Hertha BSC (8. Dezember/18.30 Uhr) und Lazio Rom (13. Dezember/18.55 Uhr) spielt die Eintracht am 16. Dezember (18 Uhr) gegen Bayer 04 Leverkusen das nächste Heimspiel.

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