Unschlagbare Eintracht: Schlusslicht Nürnberg kein Problem für Jovic und Co.

Frankfurt - Die Eurofighter von Eintracht Frankfurt sind am Sonntagnachmittag wieder im Bundesliga-Alltag angekommen. Am 26. Spieltag empfingen die ambitionierten Hessen den Tabellenletzten 1. FC Nürnberg. Am Ende hieß es 1:0 (1:0) für die Gastgeber.

Adi Hütter durfte seine Eintracht nach der Sperre in der Europa League wieder von der Seitenlinie aus coachen.
Adi Hütter durfte seine Eintracht nach der Sperre in der Europa League wieder von der Seitenlinie aus coachen.  © DPA

Prasselnder Regen, stürmische Böen, klirrende Kälte und hin und wieder ein wenig verlegener Sonnenschein: Das absolute Wetter-Wirr-Warr am Frankfurter Himmel hielt 51.000 Zuschauer nicht davon ab, eine mögliche Fortsetzung des Eintracht-Höhenflugs hautnah in der Commerzbank Arena mitzuerleben. Für den goldenen Treffer sorgte Martin Hinteregger (31.).

Trotz des kräftezehrenden, aber auch viel umjubelten 1:0-Erfolgs bei Inter Mailand am Donnerstag (14. März) im Europa League-Achtelfinal-Rückspiel rotierte Chef-Coach Adi Hütter nur moderat. So ersetzten Goncalo Paciencia, Gelson Fernandes und Winter-Neuzugang Almamy Touré Sebastién Haller, Jetro Willems und den angeschlagenen Evan N'dicka (muskuläre Probleme).

Auf den Rängen des Gästeblocks bemühten sich die mitgereisten Anhänger des "Clubs" durchaus um eine adäquate Unterstützung ihrer Kicker, gegen die Geräuschkulisse der SGE-Suporter kamen sie jedoch nicht an.

Außer einer halbgaren Kopfballchance der Gäste durch Hanno Behrens (3.) gab es für die Zuschauer in der Anfangsphase keine nennenswerten Torgelegenheiten zu bestaunen, die Hausherren präsentierten sich jedoch weitaus engagierter und mit mehr Zug zum Tor.

Erstmals gefährlich wurde die Eintracht über die linke Außenbahn. Dort brach Luka Jovic durch und legte flach auf Paciencia auf, der durchlaufen ließ und somit Danny da Costa die Schusschance ermöglichte. Dessen Versuch misslang aber komplett (14.).

Ungewohnter Goalgetter: Verteidiger Martin Hinteregger (Mi.) verwandelte zur 1:0-Pausenführung der Eintracht und ließ sich von seinen Mannschaftskollegen feiern.
Ungewohnter Goalgetter: Verteidiger Martin Hinteregger (Mi.) verwandelte zur 1:0-Pausenführung der Eintracht und ließ sich von seinen Mannschaftskollegen feiern.  © DPA

Die nächste dicke Gelegenheit gab es für die Hessen nach einem Eckball: Die Hereingabe von Filip Kostic fand mustergültig den Kopf von Jovic, doch Sebastian Kerk klärte kurz vor der Linie für seinen geschlagenen Schlussmann Christian Mathenia (18.).

Die Gäste präsentierten sich indessen als kompakt stehende Einheit, Eigeninitiative in Richtung Frankfurter Kasten betrieben sie dabei praktisch gar nicht - und die blanke Fixierung auf die eigene Defensivarbeit wurde letztlich bestraft.

Jovic steckte auf den erneut stark aufspielenden Kostic durch, der bis in den Strafraum vorstieß und in der Mitte den mitgelaufenen Hinteregger fand. Die Leihgabe vom FC Augsburg musste schließlich nur noch zum 1:0 einschieben (31.).

Kurz darauf hätte Kostic sogar noch einen eigenen Treffer nachlegen können, doch ein satter Strahl aus spitzem Winkel krachte nur an die Unterkante der Querlatte. Paciencia drückte das Leder zwar kurz darauf über die Linie, stand dabei jedoch im Abseits - Glück für Nürnberg (37.).

Nach einer wuchtig hereingespielten Flanke da Costas hätte Paciencia per Direktabnahme beinahe auf 2:0 erhöht, Mathenia entschärfte den Abschluss jedoch mit tollem Reflex (44.). So blieb es beim wohlverdienten 1:0-Pausenstand der Eintracht.

Die Nürnberger konnten Mijat Gacinovic (Vo.) und Co. meist nur mit unfairen Mitteln stoppen.
Die Nürnberger konnten Mijat Gacinovic (Vo.) und Co. meist nur mit unfairen Mitteln stoppen.  © DPA

Ohne personelle Veränderungen gingen beide Formationen unter der Leitung von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus in den zweiten Durchgang.

Auch am Spielverlauf änderte sich zu Beginn von Halbzeit zwei nur wenig. Die Hausherren drängten gewaltig auf den zweiten Treffer, der "Club" kam nicht über einige wenige Verlegenheits-Angriffe hinaus.

In der 58. Spielminute war der Eintracht erneut das Aluminium im Weg. Eine weitere starke Flanke von da Costa nutzte Paciencia für einen Abschluss per Kopf, der Ball traf jedoch nur den Querbalken. Kurz darauf war für den Portugiesen Schluss, Haller übernahm für ihn (63.).

Und um ein Haar hätte der Franzose sich für die Einwechslung mit einem Treffer bedankt. Seinen Schuss vom Fünf-Meter-Eck blockte Ewerton aber in allerletzter Not zur Ecke ab (64.). In der Folge betrieb die SGE - wie schon gegen Inter Mailand - wahren Chancen-Wucher, verpasste immer wieder den Treffer zum beruhigenden 2:0. Bis in die Schlussviertelstunde machte Nürnberg jedoch keine Anstalten, dies zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Unter tosendem Applaus durfte dann auch Ante Rebic nach Verletzungspause wieder aufs Feld und übernahm für Jovic (76.). SGE-Keeper Kevin Trapp, der zwei glänzende Paraden an Tag legte (79. und 83.), war es jedoch zu verdanken, dass nicht doch noch der überraschende Ausgleich fiel. Kurz nach der verletzungsbedingten Auswechslung Kostics (für ihn kam Willems/86.), war dann Schluss. Somit bleibt die Eintracht im 13. Pflichtspiel in Serie ungeschlagen.

Nach anstrengenden Wochen voller schwieriger Aufgaben in Liga und Europapokal ist zumindest für einige Nicht-Nationalspieler eine kleine Verschnaufpause angesagt. Das nächste Match bestreiten die Adlerträger, erneut vor heimischem Publikum, am Sonntag nach der Länderspielpause (31. März/18 Uhr) gegen den VfB Stuttgart.

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