Ist der Höhenflug vorbei? Eintracht verliert auch gegen Hertha BSC

Berlin - Die 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg markierte die erste Niederlage von Eintracht Frankfurt nach elf ungeschlagenen Pflichtspielen in Serie. Bei Hertha BSC suchte das Team von Coach Adi Hütter den schnellen Weg zurück in die Erfolgsspur. Doch es blieb nur beim Versuch. Die SGE verlor in der Hauptstadt mit 0:1 (0:1).

Einer gegen alle: Eintrachts Sebastién Haller (Mi.) behielt bei der einzigen nennenswerten Torgelegenheit der Frankfurter die Oberhand gegen drei Hertha-Verteidiger.
Einer gegen alle: Eintrachts Sebastién Haller (Mi.) behielt bei der einzigen nennenswerten Torgelegenheit der Frankfurter die Oberhand gegen drei Hertha-Verteidiger.  © DPA

Im Berliner Olympiastadionn, der Spielstätte in der die Hessen im Mai den DFB Pokal-Sieg gegen den FC Bayern München feiern konnten, hatten sich trotz eines Duells zweier gut aufgelegter Bundesligisten nur 48.000 Zuschauer eingefunden. Den entscheidenden Treffer erzielte Marko Grujic bereits in Durchgang eins (40.).

Der österreichische Übungsleiter der Adlerträger hatte schon direkt nach der Pleite gegen den VfL dazu aufgerufen, die vergangenen Erfolgswochen und deren Protagonisten nicht umgehend in Frage zu stellen.

Und so kam es, dass er nur eine Änderung in der Startelf vornahm. Marco Russ wurde vom Rückkehrer Carlos Salcedo ersetzt, der zuvor knapp drei Monate wegen eines Syndesmosebandrisses ausgefallen war.

Die Maßnahme des Eintracht-Trainers, seine Mannschaft etwas zurückhaltender aufspielen zu lassen, machte sich in der Anfangsphase insofern bemerkbar, als dass die Hausherren zunächst die spielbestimmende Rolle übernahmen.

Währenddessen konnten einige Pyro-Chaoten im Frankfurter Fan-Block nicht von ihrer Lieblingsbeschäftigung ablassen und zündelten fleißig vor sich hin.

Nach einem Eckball zeigte Eintracht-Keeper Kevin Trapp (Li.) eine seltene Unkonzentriertheit.
Nach einem Eckball zeigte Eintracht-Keeper Kevin Trapp (Li.) eine seltene Unkonzentriertheit.  © DPA

Richtig hitzig wurde es auf dem Feld erstmals in Spielminute zehn im Berliner Strafraum durch einen starken Alleingang mit anschließendem Abschluss von Sebastién Haller - knapp vorbei.

Darauf ließen aber beide Formationen vorerst nur wenig folgen. Die Taktiken der beiden Trainerfüchse Hütter und Pal Dardai neutralisierten sich bis zur Mitte der ersten Hälfte nahezu gänzlich - zumindest bis zur 40. Minute.

Nach einem umstrittenen Eckball von Marvin Plattenhardt schraubte sich Grujic im SGE-Strafraum am höchsten in die Luft und versenkte das Spielgerät hinter Kevin Trapp im Kasten - 0:1 aus Sicht der Eintracht. Mit diesem Spielstand schickte Schiedsrichter Daniel Schlager beide Teams dann auch in die Pause.

Eine Reaktion der Eintracht ließ nach Wiederanpfiff nicht allzu lange auf sich warten. Doch die Chance von Luka Jovic wurde von einem tollen Reflex von Hertha-Keeper Rune Jarstein zunichte gemacht (52). Direkt im Anschluss war Trapp bei einem Solo-Lauf von Davie Selke gefragt. Frankfurts Nummer eins rettete jedoch in allerhöchster Not zur Ecke (53.).

Berlins Marko Grujic (Li.) erzielte das entscheidende 1:0 per Kopf.
Berlins Marko Grujic (Li.) erzielte das entscheidende 1:0 per Kopf.  © DPA

Im weiteren Verlauf zeigten sich die Gäste in ihren Vorwärtsbemühungen nicht fokussiert genug, die Konsequenz - Hütter wechselte gleich doppelt: Mijat Gacinovic ersetzte Ante Rebic, für Gelson Fernandes kam Jetro Willems aufs Feld (73.).

Da aber auch diese Umstellungen nicht den erhofften Effekt mit sich brachten, tauschte Hütter kurz darauf ein drittes und letztes Mal, indem er Nicolai Müller für Danny da Costa brachte (81.). Und Müller besorgte nur kurz darauf einen gefährlichen Flachpass von rechts in die Strafraummitte, wovon der wartende Jovic jedoch nicht profitieren konnte (83.).

Einen Aufreger gab es dann aber doch noch: Hertha-Torschütze Grujic klammerte sich im Sechzehner an Jovic fest und brachte ihn zu Fall. Doch ein Pfiff des Unparteiischen und auch ein Eingreifen des Videoschiedsrichters blieben aus - Pech für die Eintracht, das hätte durchaus die große Chance zum Ausgleich per Strafstoß sein können (87.). Doch es blieb bei der knappen Niederlage der SGE.

Für die Eintracht geht es bereits am Donnerstag (13. Dezember/18.55 Uhr) in der Europa League bei Lazio Rom an den Start. Am Sonntagabend (16. Dezember/18 Uhr) empfängt die Hütter-Truppe dann Bayer 04 Leverkusen in der Commerzbank Arena.

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