Glühlampe explodiert: Zwei Mädchen im Kinderzimmer verletzt

Manchester (Großbritannien) - Auch wenn elektronische Produkte für uns längst selbstverständlich geworden sind, ist ihre Benutzung nicht immer ohne Gefahr. Das mussten jetzt zwei Kinder aus Manchester im Norden von England erfahren.

Als die Geschwister Miley (7) und Lainey (3) gerade spielten, explodierte eine Glühlampe in ihrem Zimmer. (Symbolbild)
Als die Geschwister Miley (7) und Lainey (3) gerade spielten, explodierte eine Glühlampe in ihrem Zimmer. (Symbolbild)  © 123RF choneschones & Chatchai Chattranusorn

Und auf einmal machte es Peng! Vor wenigen Tagen spielten die Geschwister Miley (7) und Lainey (3) gemeinsam in ihrem Zimmer, als plötzlich eine Lampe den Geist aufgab.

Allerdings ging die Halogenlampe nicht einfach nur aus, sondern explodierte buchstäblich.

Binnen Bruchteilen von Sekunden rieselte ein glühend heißer Regen von Glassplittern und anderen Lampenteilen auf die nichtsahnenden Kinder herab.

Vom lauten Knall und den Schreien ihrer ältesten Tochter aufgeschreckt, rannte Mutter Sarah Anderson in das Kinderzimmer:

"Ich hörte eine laute Explosion und als ich oben rannte, schrie Miley 'mein Auge, mein Auge'. Ich habe beide so schnell wie möglich aus dem Zimmer geholt und die Lampe aus der Steckdose gezogen."

Weiter sagt die sichtlich geschockte Mutter gegenüber North Wales Live: "Überall waren winzige Glassplitter. Ich war so verängstigt, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, was mit den Mädchen passiert war."

Und dann realisierte Sarah, wie knapp ihre Tochter Miley um eine Katastrophe herum gekommen war.

Miley hätte blind sein können

Die Kinder mussten nach der Explosion von Ärzten untersucht werden. (Symbolbild)
Die Kinder mussten nach der Explosion von Ärzten untersucht werden. (Symbolbild)  © 123RF Igor Zakharevich

Nachdem Anderson ihrer siebenjährigen Tochter das schmerzende Auge gründlich ausgewaschen hatte, entdecke sie direkt darunter einen Cut.

Einer der Splitter hatte es nur um wenige Millimeter verfehlt. Kaum auszudenken, wenn er das nicht getan hätte.

Und auch Lainey hatte die Explosion nicht unbeschadet überstanden:

"Lainey hatte die ganze Zeit nichts gesagt und war mehr um ihre Schwester besorgt. Erst als sie sagte 'Mama mein Handgelenk', bemerkte ich daran zwei wachsweiße Blasen und eine kleine verbrannte Stelle."

Beide Kinder kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus. Glücklicherweise konnten die Ärzte nach einigen Untersuchungen Entwarnung geben.

Blieb nur noch eine Frage zu klären, wie reagierte eigentlich der Hersteller auf sein explodiertes Produkt?

"Am Tag danach habe ich die Hotline auf der Schachtel angerufen, um (den Hersteller) über das Geschehene zu informieren."

Hersteller Wilko entschuldigt sich

Ohne großes Federlesen entschuldigte sich Hersteller Wilko bei Sarah dafür, "dass eines ihrer Produkte nicht den hohen Standards entsprach, die wir erwarten":

"Sie entschuldigten sich und boten eine Ersatzlampe an, aber ich lehnte ab. Dann boten sie einen 10 Pfund (11,89 Euro) Geschenkgutschein an, um Lainey mit Spielzeug zu verwöhnen."

Damit sowas nicht wieder passieren kann, hat die Mutter inzwischen alle Lampen gegen moderne LEDs ausgetauscht und die Elektrik des Hauses auf Fehler überprüfen lassen.


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